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Bezirksbeamter Udo Uhlenbusch berät besorgte Bürger

Tipps gegen Inkasso-Abzocke

Sassenberg

Die „Mobile Wache“ war am Dienstag auf dem Tie. Unter anderem suchten die Füchtorfer Rat zu Inkasso-Briefen und rund um Pedelcs beim Bezirksbeamten Udo Uhlenbusch.

Von Michèle Waßmann

Ausnahmsweise reiste Bezirksbeamter Udo Uhlenbusch am Fettmarkt-Dienstag in Füchtorf mit den Streifenwagen und nicht dem großen Fahrzeug der „Mobilen Wache“ an: Die Fotos zeigen ihn im „Beratungsgespräch“ mit Diana Kleinewächter und Josef Feuersträter zu Themen rund um Verkehrsverstöße, Promillegrenzen und Inkasso-Abzocke. Foto: Michèle Waßmann

Genau so geht Bürgernähe: Die „Mobile Wache“ der Polizei steht regelmäßig in Füchtorf am Tie. „Meist ist ein Kollege mit von der Partie“, erläutert Bezirksbeamter Udo Uhlenbusch. Am Fettmarkt-Dienstag allerdings war das Fahrzeug auf dem Lohwall im Einsatz. Für die ratsuchenden Füchtorfer kein Problem, fiel der Streifenwagen unter den Linden doch umso mehr auf.

Diana Kleinewächter hatte „im Auftrag ihres Sohnes“ gleich mehrere Fragen rund um die Pedelec-Nutzung. Wie hoch die Promille-Grenze auf den „Akku-Leezen“ und ob man Kopfhörer beim Radeln tragen dürfe. Schnell, kompetent und umfassend erklärte Uhlenbrock, den Begriff Pedelec und den Unterschied zum Speed-Pedelec mit 45 km/h. Was die Kopfhörer anbelangt, sei es wichtig, dass der Radfahrer die Umgebungsgeräusche wahrnehmen könne. Mit einem Kopfhörer sei das vielleicht möglich, zwei seien auf jeden Fall verboten. Das Tragen einer Smartwatch sei erlaubt – aber man sollte sie beim Fahren nicht aktivieren oder sich von ihr ablenken lassen.

Bei Inkasse-Abzocke schnell Anzeige erstatten

Mit einem ganz anderen Anliegen kam Josef Feuersträter Dienstagnachmittag zum Tie. Er hatte ein Inkasso-Schreiben mitgebracht. Ein Lotterie-Anbieter forderte darin 268 Euro vom rüstigen Senior. Doch der erkannte die perfide Abzocke schnell. Vom Bezirksbeamten wollte der Füchtorfen nun eigentlich nur noch wissen, was man in einem solchen Fall machen soll und kann.

Da das Schreiben schon etwas älteren Datums war, kam man überein, keine Anzeige mehr zu erstatten, da solche Firmen oft nur eine sehr kurze Lebensdauer hätten. Wichtig sei es schnell Anzeige zu erstatten. Wer solche Post erhält und unsicher ist, kann jederzeit bei der Polizei anrufen. Entweder bei Uhlenbusch im Sassenberger Rathaus unter  02583/940299 oder bei der Polizei in Warendorf unter 02581/6000.

Auf keinen Fall Geld überweisen

Wer ein solches Schreiben mit einer Geldforderung erhalte, so der Polizeihauptkommissar, solle überlegen, ob die Forderung überhaupt rechtmäßig sein könne. Außerdem solle man schauen, ob die Rechtschreibung in dem Brief stimme. Besonders vorsichtig müsse man sein, wenn die IBAN nicht mit DE für Deutschland, sondern wie bei Feuersträters Post mit SK für die Slowakische Republik beginne. Auf keinen Fall soll man das Geld überweisen. Bei einer Zahlung mit Kreditkarte oder per Bankeinzug habe man wenigstens theoretisch eine Chance, das Geld zurück zu bekommen.

Neben der „Mobilen Wache“ ist Uhlenbusch, der für die Füchtorfer und Sassenberger Bürger zuständig ist, persönlich jeden Montag von 12 bis 13 Uhr, donnerstags von 18.30 bis 19.30 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 12 bis 13 Uhr auf jeden Fall im Rathaus an der Schürenstraße anzutreffen.

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