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Kindergarten St. Johannes erhält Unikate

Tischler-Azubis werken für die Kita

Sassenberg

Gelungene Übergabe toller Möbel in der Kita St. Johannes. Über die bunten Holzpuzzle freuen sich nicht nur die „kleinen Monster“.

Von Ulrike von Brevern

Die Azubis zum Tischler und Holzmechaniker präsentierten im Gruppenraum der „Kleinen Mo Foto: Ulrike von Brevern

„Das war so süß, als die Kiddies alle gekommen sind und wir die Pläne vorgestellt haben“, schwärmt Tischler-Azubi Hannah Risse als sie von dem Tag berichtet, an dem die Gruppe „Kleine Monster“ der Kita St. Johannes in der Berufsschule in Beckum zu Besuch war, um ihre neuen Möbel in Auftrag zu geben. Jetzt steht die junge Frau gemeinsam mit ihren 24 Klassenkameraden aus dem zweiten Ausbildungsjahr zum Tischler oder Holzmechaniker im Gruppenraum der Kinder und überreicht das kostbare Weihnachtsgeschenk an die Kita. Farben, Formen und Funktionsdetails machen aus den beiden Rollschränken und sechs Kindergartentischen absolute Unikate.

„Das Mobiliar ist Ergebnis einer Projektarbeit, wie sie an der Berufsschule in Beckum bereits seit über 25 Jahren regelmäßig auf dem Stundenplan steht“, erläutert Klassenlehrerin Doris Braun. Auftraggeber des immer im zweiten Ausbildungsjahr durchgeführten Möbelbauprojekts sind öffentliche und soziale Einrichtungen. Dass sich die Sassenberger Kita für das Projekt bewarb, lag an Daniel Schulze Zumloh, dessen Töchterchen Anna zu den „Kleinen Monstern“ gehört und der als Berufsschullehrer von dem Projekt wusste.

„Das Projekt ist eine Win-Win Situation“ freut sich Braun. Im konkreten Fall bedeute es: „Die Kinder bekommen Möbel, die es so im Geschäft gar nicht zu kaufen gibt, und unsere Schülerinnen und Schüler können dabei ganz viel lernen.“ Möglich machen das aufwendige Projekt zahlreiche regionale Unternehmen überwiegend aus der Holz- und Ausbaubranche als Sponsoren, aber auch die Volksbank Sassenberg.

Zwei jeweils dreiwöchige Blockunterrichtsphasen hatten die Berufsschüler Zeit, um die Wünsche zu erfüllen. Die Vorgaben leiteten sich sowohl aus dem Ausbildungsplan her, der die praktischer Erprobung bestimmter handwerklicher Techniken fordert, als auch aus den Wünschen der Kita. In fünf Gruppen planten und kalkulierten die Auszubildenden zunächst ganz unterschiedliche Varianten, mit denen die Vorgaben für den Materialwagen, den Taschenwagen und die Maltische realisiert werden könnten. Die Kinder und ihre Erzieherinnen durften bei der Präsentation in Beckum dann anhand kleiner Modelle und einer digitalen Präsentation auswählen, wie das Ergebnis am Ende aussehen sollte. Das Thema Puzzel wurde dabei zum Favoriten. Auch der „Briefschlitz“ als Mülleinwurf kam besser an als das „Loch“ oder ein offen stehende Behälter.

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