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Sekundarschule feiert zehnjährigen Geburtstag

Tolle Ideen zugunsten der Umwelt

Sassenberg

Zehn Jahre Sekundarschule in Sassenberg: Das muss gefeiert werden. Mit dabei war der erste Schulleiter Reinhold Bussieweke.

Die Fünftklässler von „Sock‘n‘ Roll“ehrerin Petra Kahle Foto: Marion Bulla

Zehn Jahre Sekundarschule – wenn das kein Grund zum Feiern ist. Am Freitagnachmittag war es soweit. Die Schule hatte zum Geburtstag eingeladen und Hunderte an Gratulanten, darunter jede Menge ehemalige Lehrer und Schüler waren gekommen. Unter ihnen war auch der erste Schulleiter der damals noch jungen Sekundarschule Reinhold Bussieweke. Er war damals maßgeblich daran beteiligt, dass die Sekundarschule auf den Weg gebracht wurde. Bussieweke freute sich, wie gut sich sein „Baby“ in einem Jahrzehnt entwickelt hat. Am Festtag zeigten viele der aktuell 476 Schüler und Schülerinnen ihre Ergebnisse der Projektwoche, die unter dem Motto „Nachhaltigkeit stand.

Ehemalige Lehrer und Schüler gekommen

Nachdem die Lehrerband, bestehend aus Saxophonistin Susanne Wermter, Gitarristen und Sänger Klaus Tietz, Henning Brandherm sowie Keyboarder und Sänger Michael Wiehagen, die Gäste musikalisch unterhalten hatten, ergriff Schulleiterin Elisabeth Suer in der kleinen Herxfeldhalle das Wort. 2012 sei der Beschluss eingebracht worden, eine neue Schulform zu schaffen. Das sei dem demografischen Wandel geschuldet, erklärte sie. Die Haupt- und Realschule wurde abgeschafft. „Wir sind eine Schule für alle Begabungen, sind integrativ und inklusiv. Unser Ziel ist, verborgene Talente an die Oberfläche zu holen“, betonte die Schulleiterin, die 2018 die Nachfolge von Stephanus Stritzke angetreten hatte. Damals sei es eine Zeit der Veränderung gewesen. Einige Stellschrauben seien gedreht worden und Bewährtes sei geblieben, blickte sie weiter zurück.

Eine Schule für alle Begabungen

Besonders begrüßte Elisabeth Suer die ukrainischen Schüler und deren Angehörige. Sie würden das Schulleben bereichern. „Integration ist bei uns nicht nur ein Wort“, betonte die Schulleiterin.

„Es lohnt sich, dass Sie heute hier sind. Wir haben eine spannende Projektwoche hinter uns. Ich bin von den Ergebnissen total begeistert“, animierte sie am Ende die Gäste zu einem Rundgang zu den einzelnen Ständen. Josef Uphoff hatte ebenso nur lobende Worte für die Sekundarschule. „Die ersten zehn Jahre haben wir gut gemeistert. Länger gemeinsam lernen und sich nicht gleich nach der vierten Klasse entscheiden zu müssen, das sei eine gute Lösung, so der Bürgermeister weiter.

Dann machten die Redner Platz für die Gruppe „Sport-naturnah“, die einen Tanz vorbereitet hatten. Der wurde ebenso wie die Gesangstruppe „Sockn‘Roll“ der Fünftklässler mit viel Beifall belohnt.

Draußen im Eingangsbereich hatten Robin, Karim und Danijel ihren Stand. Sie hatten selbst gemachte Seife im Sortiment. „Die ist aus alten Seifenresten, Öl und Wasser. Sechs Wochen lang muss das trocknen, sonst zerbröselt die“, klärte Karim auf.

Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit

Auch Melissa hat recycelt. Die Zehntklässlerin verkauft Crossboule-Bällchen. Die sind aus alten Stoffresten genäht und mit Erbsen gefüllt. Im Gartenhaus konnten die Besucher Bienenwachstücher als Alternative zu Folie erwerben. Besucherin Lotte war ganz angetan und kaufte ein mintfarbenes Täschchen für Kekse oder das Schulbrot. Irina und Lara haben sich viele Gedanken um eine saubere Umwelt gemacht. Sie hatten ein Modell einer Stadt gebaut, die vor allem grün ist und mit Häusern aus natürlichen Materialien gebaut, besteht. Auch E-Mobilität hat hier Einzug gehalten.

Fast nebenan hatte Can Luca seinen Stand. Was der Achtklässler da vorführte, ließ nicht nur Lehrerin Petra Kahle staunen. Es war eine Bio-Solaranlage. Er und seine Mitstreiter hatten Schläuche mit kaltem Wasser gefüllt. Dann Sand darüber geschüttet und das Ganze in die Sonne gestellt. „Das Wasser hat sich auf 50 Grad erwärmt“, bemerkte Can Luca und ließ das Wasser über die Hand der Pädagogin laufen. Was für eine Idee. Davon gab es noch viele weitere. Elisabeth Suer hatte also nicht übertrieben. Das Fest punktete mit Vielfalt und enormer Kreativität. Natürlich gab es auch Kaffee und Kuchen.

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