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Weihnachtskonzert des Gebrasa-Blasorchesters ganz anders

Umsonst und draußen kommt an

Sassenberg

Auf die stimmungsvoll illuminierte Kirche mussten die Sassenberger zwar verzichten, jedoch nicht auf das große Weihnachtskonzert des Gebrasa-Blasorchesters. Das änderte coronabedingt die Tradition und ließ die beliebte Veranstaltung draußen stattfinden.

Von Marion Bulla

Das Gebrasa-Blasorchester unter Leitung von Simon Meads begeisterte mit dem Konzert auf dem Mühlenplatz. Foto: Marion Bulla

Den Termin haben viele Sassenberger alljährlich ganz dick in ihrem Terminkalender angestrichen: Es ist eine schöne Tradition, am Dritten Advent das große Weihnachtskonzert des Gebrasa-Blasorchesters in der Pfarrkirche zu besuchen. Die Musiker stimmen mit weihnachtlichen Musikstücken auf die besinnliche Zeit ein und laden zum Abschalten und Träumen ein. „Die tolle Atmosphäre und der schöne Klang in der Kirche, das sind einfach ganz besondere Momente“, sagt die Vorsitzende Lena Achtermann. In den Vorjahren war das Kircheninnere zudem immer stimmungsvoll illuminiert. Doch nach der Absage im Vorjahr musste diese Version des Weihnachtskonzert auch in diesem Jahr ausfallen.

Ein Open-Air-Konzert auf dem Mühlenplatz, also direkt gegenüber der Kirche, bot am Sonntag eine echte Alternative. Die Idee kam an. Hunderte Musikbegeisterte innerhalb und außerhalb des auf „2G“ beschränkten Bereichs lauschten den weihnachtlichen Melodien – auch, wenn es schon der Vierte Advent war, denn eine Woche zuvor hatte das Konzert wetterbedingt verschoben werden müssen.

Echte Klassiker im Programm

Zum Auftakt gab es zunächst den Andachtsjodler. Es folgte ein echter Klassiker, den wohl jeder der zahlreichen Besucher und Besucherinnen kennen dürfte. „All I want for Christmas“ von Mariah Carey. Zwar hätten die meisten der Zuhörerschaft den Text mitsingen können, doch war dies aufgrund der aktuellen Coronabestimmungen verboten. „Nur hinter der Maske dürft ihr singen“, sagte Lena Achtermann. Die Vorsitzende führte durch den Nachmittag.

Unter der Leitung des neuen Dirigenten Simon Meads präsentierte das Blasorchester 14 wunderbare Stücke, darunter auch die Weihnachtslieder „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Alle Jahre wieder“ und „In der Weihnachtsbäckerei“, die das Orchester gemeinsam mit dem Nachwuchs zu Gehör brachte. Manch ein junges Talent war darunter, das seine Begabung zum ersten Mal überhaupt vor einem so großen Publikum unter Beweis stellte. Die Kinder meisterten diese Herausforderung so souverän, dass die Zuhörenden voll Begeisterung jede Menge Beifall spendeten.

Musiker zeigten Leidenschaft

Viel Applaus bekamen auch die Solisten. Unter anderem zeigten die beiden Flötistinnen Rike Vennemann und Kati Althaus ihr Können, ebenso wie Saxofonistin Hanna Klünker. Man sah allen Musikern und Musikerinnen direkt an, mit wie viel Leidenschaft und Herzblut sie dabei waren.

„Wir mussten so gut wie jedes Konzert absagen. Es gab nur wenige Proben und wenn, dann lief das nur digital. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass wir hier so ein starkes Orchester vor uns haben“, sagte Lena Achtermann. Man müsse in diesen Zeiten einfach als Verein umdenken, erzählte die Chefin, bevor die Musiker „You raise me up“ anstimmten. Viele der Musikfreunde wippten im Takt mit und freuten sich einfach über das musikalische Highlight am letzten Adventswochenende. Mit „White Chrismas“ endete das sehr hörenswerte Konzert. „Jetzt hoffen wir, dass wir im nächsten Jahr die Lieder wieder in der Kirche spielen können“, wünschte Lena Achtermann sich.

Einen speziellen Dank richtete sie noch an Frank Otte. Der Zweite Vorsitzender des Vereins zeichnet einmal mehr für die Technik verantwortlich – diesmal ohne Licht.

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