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Neue Kurse für die Notfallseelsorge

Unterstützung rund um die Uhr

Sassenberg/Telgte/Kreis Warendorf

Sie begleiten die Ersthelfer an der Unfallstelle, haben ein offenes Ohr und helfen das Erlebte zu verarbeiten. Das gleiche tun sie bei den Angehörigen von Unfallopfern. Die Rede ist von Notfallseelsorgern. Diese ehrenamtliche Tätigkeit kann man lernen.

Hoffen auf Kurs-Teilnehmer (v.l.): Koordinator Martin Remke, die neuen Notfallseelsorger Frank Empting, Petra Huß und Andreas Bußmeier sowie und Polizeidirektor Johannes Schütze.Foto: privat Foto: Foto: privat

Notfallseelsorger leisten einen besonders wichtigen ehrenamtlichen Dienst in der Gesellschaft. Sie werden gebraucht – insbesondere in schwierigen Situationen. Auch in Sassenberg werden aktuell Notfallseelsorger gesucht. Ein weiteres Ausbildungsangebot soll hier eine Brücke schlagen – der Kreis Warendorf startet einen neuen Ausbildungskursus. Besonders in den Städten Ahlen, Beckum, Wadersloh, Beelen, Telgte und Sassenberg werden neue Notfallseelsorgende gesucht, die zwischen 25 und 67 Jahren alt sein sollen. Die Ausbildung beginnt am 21. Oktober und dauert bis Mitte Februar 2023. Inhaltlich geht es um seelsorgerliche Grundkenntnisse, technisches Wissen für den Einsatz mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst und spezielles Vorgehen für die einzelnen Einsatzindikationen. Diese reichen von der Begleitung nach plötzlichem Todesfall, Verkehrsunfall oder Suizid bis hin zu Hausbränden oder Arbeitsunfällen.

123 Einsätze für Notfallseelsorger

Insgesamt 123 Mal wurde die Notfallseelsorge zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Notfällen im vergangenen Jahr alarmiert. Die zukünftigen Notfallseelsorgenden werden dann im Rahmen einer begleiteten Hospitation die praktische Arbeit kennen lernen.

Wie sieht die klassische Situation für einen Notfallseelsorger aus? Mitten in der Nacht überschlägt sich ein Auto auf einer Landstraße im Kreis Warendorf. Trotz schneller Rettungsmaßnahme von Feuerwehr und Rettungsdienst kommt für die beiden Insassen jede Hilfe zu spät. Kurz nach der Feuerwehr wird auch ein Team von Notfallseelsorgern alarmiert. Sie begleiten die Ersthelfer an der Unfallstelle, haben ein offenes Ohr und helfen das Erlebte zu verarbeiten. Ein anderer Kollege der Notfallseelsorge begleitet die Polizei bei der Überbringung der Todesnachricht an die Angehörigen der Unfallopfer. Diesen Dienst leisten im Kreis Warendorf rund 40 Frauen und Männer ehrenamtlich. Getragen wird die Arbeit der Notfallseelsorge von der Evangelischen und katholischen Kirche. „Die Notfallseelsorge ist für alle Menschen da, unabhängig von Konfession oder Religion“, sagt der Koordinator der Notfallseelsorge, Martin Remke.

In den Städten Ahlen, Beckum, Wadersloh, Beelen, Telgte und Sassenberg

Bewerbungsfrist für die Ausbildung ist der 15. August. Bewerbungen oder Fragen zur Ausbildung an den Koordinator für die Notfallseelsorge Martin Remke unter remke-m@bistum-muenster.de.

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