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CDU setzt im Wahlkampf auf soziale Medien und Gespräche

Uphoff geht entspannt ins Rennen

Sassenberg/Füchtorf

Die CDU und ihr Bürgermeisterkandidat Josef Uphoff sind für den Wahlkampf gerüstet. Der wird in Corona-Zeiten natürlich nicht wie gewohnt ablaufen können. Vieles wird über die sozialen Medien laufen, aber Uphoff setzt auch auf der persönliche Gespräch vor Ort.

Ulrich Lieber

Das Wahlkampfteam der CDU hält in Corona-Zeiten natürlich den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand ein (v. l.): Werner Berheide, Bürgermeisterkandidat Josef Uphoff und Frederik Holz. Foto: Ulrich Lieber

Wahlkampf ist in Zeiten von Corona alles andere als einfach. Doch am 13. September steht die Kommunalwahl ins Haus, und bislang hält das Land an diesem Termin fest. Dann entscheiden die Sassenberger und Füchtorfer auch, wer Bürgermeister für die nächsten fünf Jahre werden soll. Amtsinhaber Josef Uphoff (CDU) wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung am 11. März mit überwältigender Mehrheit von seiner Partei erneut als Kandidat nominiert.

Frederik Holz

Ein Wahlkampf, wie er sonst üblich ist, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. „Es wird viel über die sozialen Medien laufen“, sagt Frederik Holz. Er ist der neue Pressesprecher und kümmert sich um den Online-Bereich der CDU. „Wir wollen eine eigene Homepage gestalten und müssen über die sozialen Medien erreichbar sein.“ Mit im Wahlkampfteam ist natürlich auch der Vorsitzende Werner Berheide, der bei der Erarbeitung des Wahlprogramms beteiligt war.

„Wir müssen den Bürgern aber auch die Chance geben, mit uns ins Gespräch zu kommen“, sagt Josef Uphoff. Nicht jeder ist im Internet unterwegs, und eine Unterhaltung auf persönlicher Ebene hat eben doch eine andere Qualität, als ein Chat im Internet. „Unsere Idee ist es, dass wir uns vor verschiedenen Gaststätten mit einem klassischen Infostand treffen – natürlich unter Einbehaltung der Abstandsregeln“, setzt Berheide auf ein klassisches Wahlkampfelement.

Josef Uphoff will Unparteilichkeit wahren

Josef Uphoff ist es besonders wichtig, dass er als Bürgermeister seine Unparteilichkeit wahrt, aber als Kandidat für sich werben kann. Das sei eine Gratwanderung, aber er wolle dort keine Fehler begehen, so dass er deutlich erkennbar zeigen möchte, wann er sich im Wahlkampfmodus befindet und wann nicht. Die Trennung ist ihm diesmal besonders wichtig, da er zwei Gegenkandidaten hat. „Es ist das erste Mal, dass ich als Amtsinhaber Mitbewerber habe.“

Die neue Situation nötigt den amtierenden Bürgermeister höchsten Respekt ab. „Ich nehme beide Gegenkandidaten ernst. Da gehört Mut dazu, auch bei der Diskussion mit dem Arbeitgeber“, weiß Uphoff. Johannes Philipper (FDP) wird dabei von den anderen vier Parteien, die im Rat vertreten sind, unterstützt, während Jörg Mondeel ein Einzelkämpfer ist. „Ich gehe entspannt in den Wahlkampf und bin mehr als zuversichtlich, dass ich mehr als 50 Prozent erreichen kann.“

Josef Uphoff

Unterstützung erhält Uphoff auch wieder aus seinem Umfeld, das ihn noch als zu jung für den Ruhestand ansieht. Am Tag der Wahl wird der Amtsinhaber 62 Jahre alt sein und würde dann – im Falle der Wiederwahl – bis 67 Bürgermeister bleiben.

Thematisch sei eigentlich alles bereits auf dem Weg. Natürlich ist der Glasfaseranschluss für alle immer wieder im Gespräch. „Sie fangen im Außenbereich an und versuchen, auch innen Kunden zu erreichen. Im 4. Quartal sollen die Arbeiten anfangen.“

Generell setzt Uphoff darauf, die solide Haushalts- und Finanzpolitik beizubehalten. „Wir haben noch viel vor uns. Nichts ist überflüssig, und es sind keine Prioritäten gesetzt“, versichert der Bürgermeister. Dennoch werde sich sicher die eine oder andere Baumaßnahme ins nächste Jahr verschieben. Es gebe aber auch einen positiven Corona-Effekt: „Die Preise scheinen zu sinken, denn die Angebote werden besser.“

Josef Uphoff sieht in diesem Wahlkampf kein „alt gegen jung“. „Wir wollen alle erreichen, und auch die jungen Menschen verstehen mich noch“, ist er sich sicher. Dazu bietet er als Kandidat gemeinsam mit einzelnen Direktkandidaten zu noch festzulegenden Terminen Live-Gespräche im Internet unter dem Motto „CDU Sassenberg – Live“ an. Zudem die bereits erwähnten persönlichen Gespräche, die nach Plan eigentlich schon am 7. Mai vor der Gaststätte Artkamp-Möllers in Füchtorf starten sollen. Weitere geplante Termine sind am 4. Juni vor der Gaststätte „Heimathafen“, am 2. Juli vor dem Wappensaal Harkotten, am 6. August vor dem Café Arenhövel und am 3. September vor den Ratsstuben. „Mir ist es ganz wichtig, dass jeder zu mir kommen kann, mit seinen Sorgen, aber auch mit seiner Kritik.“ Und einen Wunsch hat er noch zum Abschluss: „Ich hoffe, dass wir als Stadt so durch Corona kommen, dass wir noch Luft zum Atmen haben.“

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