20 000 Euro für Altes Zollhaus

Verein erfüllt alle Auflagen

Sassenberg

Die Sanierung und Restaurierung der Alten Zollhauses geht in die nächste Phase.

Ulrich Lieber

Das „Alte Zollhaus“ wird für den nächsten Sanierungsschritt mit 20 000 Euro von der Stadt unterstützt. Foto: Ulrich Lieber

Dafür benötigt der Verein Stadtprojekt weitere Gelder und hat darum schon im Jahr 2016 einen Antrag auf Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro bei der Stadt gestellt. Der Rat hat am 29. Juni 2016 diesem Zuschuss zugestimmt, diesen aber an bestimmte Bedingungen geknüpft, die sich mit den Auflagen der NRW-Stiftung deckt. Die NRW-Stiftung hat mittlerweile 200 000 Euro bewilligt, da der Verein alle Voraussetzungen erfüllt. Damit sieht auch die Stadt Sassenberg die Auflagen als erfüllt an, so dass der Rat am Dienstag mit deutlicher Mehrheit den Zuschuss nun endgültig gewährte. Die Gesamtkosten betragen 246151 Euro.

Doch zuvor gab es noch einmal eine Diskussion, denn nicht jedes Ratsmitglied ist davon begeistert, das Projekt zu unterstützen. „Ich tue mich nach wie vor schwer damit, die 20 000 Euro zu zahlen“, gab Peter Holz (FWG) zu. Johannes Philipper (FDP) ging noch einen Schritt weiter: „Wir lehnen die Förderung ab und würden das Geld gerne woanders einsetzen.“

Michael Franke (SPD) wies darauf hin, dass alles schon diskutiert worden sei. „Wenn jetzt alles vorliegt, dann sollten wir das Geld freigeben. Ich sehe ohnehin nicht, dass das im nächsten halben Jahr klappt.“ Martin Arenhövel will ebenfalls alles auf den Weg bringen. „Es ist alles n trockenen Tüchern, und ich glaube, dass das Geld gut angelegt ist.“

„Ich finde das auch gut, aber 20 000 Euro an einen Verein zu geben, von dem ich nicht weiß, ob der Verein regelmäßig tagt und der Vorstand entlastet wird, halte ich für fragwürdig“, brachte Albert Schumacher (Grüne) eine neue Komponente ins Spiel. Das ließ Franz-Josef Linnemann (FWG) stutzen: „Ich bin davon ausgegangen, dass der Verein regelmäßig arbeitet und gehe auch davon aus, dass alles in Ordnung ist.“ Martin Arenhövel konnte das nicht nachvollziehen: „Ich war auf fast jeder Generalversammlung. Der Verein wird von einem Steuerberater unterstützt, und die NRW-Stiftung wird da sicher auch ein Auge drauf haben.“ Alfons Westhoff (CDU) warnte davor, Gerüchte zu streuen. „Es ist alles rechtlich in Ordnung.“

„Wir haben eigentlich schon beschlossen, dass wir zahlen. Die Voraussetzungen sind erfüllt“, machte Carl-Friedrich Freiherr von Ketteler (CDU) deutlich, und so wurden die Mittel schließlich mehrheitlich freigegeben.

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