Erinnerung an Füchtorfer Kirmes

Vereinsbaum im Regen abgebaut

Füchtorf

Früher, so erinnert sich mancher Füchtorfer gerne, besuchten Bewohner und Gäste noch die Herbstkirmes. Doch die Resonanz ging merklich zurück, Rummel und Co. verschwanden.

Christopher Irmler

Trotzten dem Regen und bauten den Vereinsbaum ab: Bernhard Rothaus, Johannes Kleine Hörstkamp, Thomas Kohkemper, Michael Lienker, Clemens Knappheide und Josef Hälker. Foto: Christopher Irmler

Doch die Füchtorfer etablierten kurzerhand eine neue Tradition, die an die Besonderheit des ersten Dienstag im Oktober erinnern sollte. Schließlich war jener Dienstag einst der beliebte Markttag. Seit 2008 kommen engagierte Bürger zum Tie, um an diesen besonderen Tag zu erinnern.

Zunächst gilt es jedoch, den Vereinsbaum abzubauen und winterfest einzulagern. Dabei können sich die Aktiven stets auf die Unterstützung durch den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr verlassen. Dieses Mal stellte das Wetter jedoch alle Beteiligten auf eine durchaus harte Probe. Um Punkt 11 Uhr, dem gewöhnlichen Startzeitpunkt, war der Tie noch recht verwaist. Angesichts des strömenden Regens keine große Überraschung. Doch nach und nach kam ein gutes Dutzend mutiger Helfer zusammen, um ihrer Pflicht nachzukommen. Bestens gelaunt machten sie sich ebenso konzentriert wie routiniert ans Werk. Stück für Stück wurden die Vereinswappen abgehängt auch sicher auf dem Anhänger von Clemens Knappheide verstaut.

Nebenan, im Saal der Gaststätte Artkamp-Möllers, sah es zunächst ähnlich aus. Denn neben der Tradition des Vereinsbaumabbaus steht dieser erste Dienstag im Oktober auch ganz im Zeichen des Markdageätens in der Gaststätte. Im Anschluss an die geleistete Arbeit folgte der beliebte Frühschoppen. Dieses alljährliche Ritual blieb bis heute erhalten.

Bei herzhaften Gerichten – es gab westfälische Töttchen, Rindfleisch mit Zwiebelsoße, Nackenbraten und Kartoffelsalat auf den Teller – tauschten sich die fast 50 Gäste aus.

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