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Auszeichnung für Martin Lüffe

VfL-Chef ist top im Ehrenamt

Sassenberg

Auf ihren engagierten Vorsitzenden Martin Lüffe können sich die Mitglieder des VfL Sassenberg verlassen. Er hat den Verein durch viele Tiefen geführt. Dafür wurde er jetzt von Kreis und Sportbund als einer der „Top 20 des Ehrenamtes im Sport“ geehrt. Aber das sportliche Ehrenamt ist nicht sein einziges.

Der Vorsitzende des VfL Sassenberg, Martin Lüffe, wurde als „Top im Ehrenamt“ geehrt (rechts, v.l): Frank Schott (Präsident Kreissportbund), Kreisdezernentin Petra Schreier, Martin Lüffe und Stefan Klett (Präsident Landessportbund NRW). Foto: privat

Als der dicke Umschlag mit der Einladung vom Landrat kam, war Martin Lüffe völlig überrascht. „Ich dachte erst, ich hab ein Knöllchen bekommen, aber dafür war der Umschlag zu groß“, scherzt er am Tag nach der Ehrung. Am Dienstagabend wurde der Vorsitzende des VfL Sassenberg als einer der „Top 20 des Ehrenamtes im Sport“ ausgezeichnet. „Das hat mich doch sehr sehr gefreut“, gibt er offen zu. „So ein bisschen Anerkennung ist doch was Gutes.“

Vorschlag aus Reihen des Vereins

Der Vorschlag für die Ehrung kam aus Kreisen des Vereins und die Geheimhaltung aller Beteiligten klappte dabei perfekt. Eigentlich jährlich fragt der Kreissportbund ab, ob es Kandidaten gebe, die im Rahmen einer „Top 10“ geehrt werden könnten. „Ich hab mich schon gewundert, dass die gar nicht mehr gefragt haben, ich hätte sonst auch einen Vorschlag gehabt“, erzählt Lüffe.

Martin Lüffe zu seinem Grundsatz der Vereinsführung

Als er das Amt des Vorsitzenden 2011 übernahm, war der Traditionsverein in heftiges Fahrwasser geraten und ein Weiterbestehen war absolut keine ausgemachte Sache. Eine Insolvenz stand drohend am Horizont. Mit einem neuen Team schaffte Lüffe es jedoch, das Ruder herumzureißen. Dabei galt es zunächst auch alle Abteilungen wieder dazu zu bewegen, an einem Strang zu ziehen: Zusammenhalt statt Streit über persönliche Befindlichkeiten. „Gleich in meiner ersten Sitzung habe ich gesagt: Wir können alles diskutieren, aber sobald es persönlich wird, packe ich meine Sachen“, erinnert sich Lüffe

Amtszeit mit vielen Hürden

Das war nicht nötig. Eher im Gegenteil. Schon 2019 als die Rettung gelungen und auch die nächste Riesenherausforderung für den Verein - die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung gemeistert war, kündigte Lüffe Rückzugspläne an. Doch dann kam mit Corona die nächste Riesenaufgabe: nicht nur den Zusammenhalt zu gewährleisten, sondern auch immer neue Hygienekonzepte zu schreiben. Die mussten wasserdicht sein, denn schließlich ist Lüffe im Hauptamt Ordnungsamtschef. Weil es auch 2021 noch keinen Kandidaten für eine Nachfolger gab, übernahm Lüffe den Vorsitz zunächst erneut kommissarisch.

Doch nun ist das Ende absehbar. In zwei Jahren soll der Endzwanziger Simon Berheide übernehmen, und das freut Lüffe, schließlich ist er auch noch im Vorstand zahlreicher weiterer Vereine von DRK über Karnevalsverein bis zu den Schützen in Gröblingen-Velsen vertreten.

„Er ist eben so ein richtiger Vereinsmeier, im positiven Sinn“, sagt seine Frau Jutta Lüffe, ebenfalls Vorstandsmitglied des VfL.

Jutta Lüffe

Über all das kommt er selbst heute gar nicht mehr zum sporteln, gibt er zu. Dabei war er einst selbst Fußball-Jugendtrainer des VfL und führte zudem die Damenmannschaft bis in die Bezirksliga. Heute Ehrenamtliche zu finden sei dagegen immer schwerer, beklagt er. Das gilt nicht nur für den Sport.

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