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Kirchengemeinde St. Marien und Johannes

Vorfreude auf den Advent

Sassenberg

Unter dem Titel „Dem Leben einen Weg bereiten“ haben Pastoralreferent Johannes Lohre und sein Auszubildender, Michel Dornbusch, vorweihnachtliche Veranstaltungsangebote gebündelt. Hoffnungsgedanken sollen dabei betont werden.

Von Ulrike von Bevern

Der Pastoralreferent Johannes Lohre (l.) und sein Auszubildender Michel Dornbusch Foto: Ulrike von Brevern

Dass in diesem Jahr „Massen in die Weihnachtsgottesdienste strömen“, halten Pastoralreferent Johannes Lohre und sein Auszubildender, Michel Dornbusch, schon wegen der gerade wieder verschärft aufkeimenden Pandemie für illusorisch. Dennoch wollen die beiden Seelsorger der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien und Johannes Menschen helfen, die am kommenden Sonntag beginnende Advents- und Weihnachtszeit bewusst zu gestallten.

Unter dem Titel „Dem Leben einen Weg bereiten“ haben sie vorweihnachtliche Veranstaltungsangebote gebündelt. Dabei finden auch eher weltliche Veranstaltungen wie die geplanten Weihnachtskonzerte des Gebrasa Blasorchesters am zweiten Advent in der Pfarrkirche ihren Platz. „Wir wollen nicht auf die Jammerschiene setzen, sondern den Hoffnungsgedanken betonen“, sagt Lohre.

Gesellschaftliche Umbrüche

Das Leben habe sich stark verändert: „Schon die Art wie wir uns begegnen, wie wir uns begrüßen ist anders geworden“, hält Lohre fest Dornbusch verweist auf die Klimadebatte und auf gesellschaftliche Umbrüche: „Es haben sich Fronten und Lager gebildet, das haben wir schon durch die Bundestagswahl gesehen.“ Doch statt zu klagen, müssten Veränderungen ins Leben aufgenommen und integriert werden.

Unter dem Dachmotto erhält jede Adventswoche ihren eigenen Leitgedanken. Den Anfang macht: „Mit Gott auf dem Weg“. Als zentrales Angebot wird es in der Sassenberger Pfarrkirche jede Woche eine neue Station geben, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Dazu zählt auch wieder ein Tannenbaum, an den jeder Zettel mit eigenen Gedanken und Wünschen hängen kann. Eine vergleichbare Station war im vergangenen Jahr in der Füchtorfer Kirche sehr beliebt: „Es zeigt mir, ich bin nicht allein mit den Herausforderungen der Zeit“, hält Lohre fest.

Alternative Gottesdienstform

„Früh-“ und „Spätschicht“ in der Kirche gehören ebenso ins Programm wie die zweite „Late Night“. Diese alternative Gottesdienstform mit offener Zielgruppe hat die Gemeinde bereits einmal in Sassenberg erfolgreich erprobt. Nun gibt es am 12. Dezember um 19 Uhr in der Füchtorfer Pfarrkirche eine Neuauflage unter dem Titel „Alles auf Hoffnung“. Die Kirche für Kinder am 5. Dezember (Sonntag) um 10.30 Uhr in Füchtorf widmetet sich dem Thema Nikolaus. Das Programm von „Dem Leben einen Weg bereiten“ wird aktuell auf der Internetseite der Gemeinde zu finden sein.

Schon bei der Frage nach einem gedruckten Flyer zeigt sich die Krux der Vorbereitung unter Coronabedingungen. „Den müssten wir möglicherweise vernichten“, wendet Dornbusch ein, denn noch warten die Organisatoren, ob die kirchlichen Corona-Regeln noch verändert werden. „Da fühle ich mich in der Planung auch wenig unterstützt“, kritisiert Dornbusch. Neben Präsenzangeboten setzten die Organisatoren auf elektronische Kontaktwege. Unter der Email-Adresse adventspost@gmx.de können sich Interessierte einen elektronischen Adventskalender mit täglichen Impulsen in ihr Email-Postfach bestellen. „Ganz bewusst beziehen wir auch soziale Medien wie Insta und Facebook ein“, sagt Lohre. Mit einem eigenen Seelsorgetelefon möchten Gemeindeseelsorger diejenigen unterstützen, bei denen Sorgen oder Einsamkeit überhand nehmen. Ab dem ersten Advent ist es bis Sylvester täglich rund um die Uhr unter 0 25 83 / 3 00 31 17 erreichbar.

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