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Füchtorfs neues Löschfahrzeug ist da

„Vorgezogene Weihnachten“

Füchtorf

Für strahlende Augen und große Begeisterung bei den Kameraden des Löschzugs Füchtorf sorgte am Donnerstagabend die Ankunft des neuen HLF-20 am Feuerwehrgerätehaus. Das neue Fahrzeug ist nicht nur technisch top, sondern auch optisch ein Blickfang.

Von Ulrike von Brevern

Bürgermeister Josef Uphoff und Ordnungsamtschef Martin Lüffe freuen sich zusammen mit den Kameraden der Feuerwehr darüber, dass das neue Fahrzeug für den Löschzug Füchtorf angekommen ist. Foto: Ulrike von Brevern

Gut Ding will Weile haben - gelegentlich sogar bei der Feuerwehr. So mussten sich die Kameraden und Kameradinnen des Löschzugs Füchtorf, die sich am Donnerstagabend erwartungsvoll im Feuerwehrgerätehaus versammelt hatten, zunächst gedulden, bis ihr neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) mit lautem Alarm und zuckendem Blaulicht seinen ersehnten Auftritt ankündigte. Zu viele Baustellen auf der A7, begründete Ordnungsamtschef Martin Lüffe die Verzögerung, die angesichts des schmucken Neuzugangs und seiner hochmodernen Ausstattung aber auch schnell vergessen war.

Ordnungsamtchef Martin Lüffe zeigt die Steuerung des Lichtmastes per Fernbedienung. Foto: Ulrike von Brevern

Gemeinsam mit der Wehrführung, Löschzugführer Michael Lienker und den beiden Gerätewarten Jan Schulze Wienker und Markus Dingwerth, war Lüffe am Tag zuvor eigens mit dem Zug nach Giengen an der Brenz gereist, um das neue Fahrzeug beim süddeutschen Hersteller abzunehmen und abzuholen. Zudem wurden die Gerätewarte eingewiesen. „Vorgezogene Weihnachten“, kommentierte der stellvertretende Löschzugführer Frank Pohlschmidt, das aufgeregte Interesse augenzwinkernd, mit dem die Aktiven, aber auch Vertreter der Ehrenabteilung das neue Arbeitsgerät dann vor dem Feuerwehrgerätehaus zum ersten Mal in Augenschein nahmen.

Als Ausstellungsfahrzeug macht das HLF-20 auch optisch viel her. Foto: Ulrike von Brevern

Gebaut und ausgestattet als Messegerät ist das neue HLF-20 nicht nur technisch top, sondern auch optisch ein Blickfang. Es ersetzt das älteste Fahrzeug der gesamten Sassenberger Freiwilligen Feuerwehr, ein 32 Jahre altes Löschgruppenfahrzeug (LF-20). „Damit haben wir bei der Feuerwehr das letzte Jahrtausend hinter uns gelassen“, hielt Bürgermeister Josef Uphoff fest, der ebenfalls zur Begrüßung gekommen war. Vom bislang jüngsten Fahrzeug des Löschzuges, einem 2017 angeschafften HLF-20, wird der Neue jetzt die Funktion des erstausrückenden Fahrzeuges übernehmen.

Paul Wessel, Rafael Buddenkotte und Jannik Querdel bewundern die technische Ausstattung. Foto: Ulrike von Brevern

Ursprünglich hatte der Löschzug im kommenden Jahr ein neues Tanklöschfahrzeug bekommen sollen. Doch der Markt ist leer gefegt und lange Lieferzeiten waren zu erwarten. In dieser Situation entdeckte Wehrleiter Matthias Freese beim Abholen des neuen Fahrzeugs für den Löschzug Sassenberg das vergleichsweise günstige Messefahrzeug, das sofort zu haben war, den gestellten Anforderungen recht nahekommt und sie in anderen Bereichen als Vorführmodell sogar übertrifft. Statt 3000 Liter Wasser wie ursprünglich geplant fasst der Tank nun zwar nur 2000 Liter, dafür gibt es unter anderem eine hochmoderne automatische Schaumzumischanlage, die den Kameraden die Arbeit erleichtern wird.

Bei aller Innovation ist weiterhin auch schlichtes Arbeitsgerät wie Schaufel und Besen auf dem neuen Fahrzeug verlastet, stellen Dirk und Jan Böckenholt bei ihrem Rundgang fest. Foto: Ulrike von Brevern

Nach der Begutachtungsrunde leuchteten in Füchtorf die Augen. „Top“, fasste Feuerwehrmann Paul Wessel den Eindruck seiner ersten Inspektion zusammen und die Kameraden nicken: Mehr ist nicht zu sagen. Nun fehlt noch die Schulung, ehe das Fahrzeug das erste Mal mit ausrücken kann. Länger als zwei Wochen werde das wohl nicht dauern schätzt der stellvertretende Wehrführer Heinz Otte.

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