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„Zeynep“ verursacht Sach- und einen Personenschaden

Wälder nach Sturm weiter tabu

Sassenberg

Am Wochenende rüttelte der Sturm die Sassenberger kräftig durch. Die Feuerwehr verzeichnete 55 Einsätze. Auch der Bauhof war kräftig beim Aufräumen dabei.

Von Ulrike von Brevern

In Füchtorf hob das Dach einer Schutzhütte ab. Die Sassenberger Kameraden mussten auch Bäume fällen. Foto: Feuerwehr

Nach dem zerstörerischen Orkantief „Zeynep“ hat „Antonia“ in der Nacht zu Montag keine größeren Schäden hinterlassen. Die Feuerwehr musste nicht mehr ausrücken. Dennoch warnte Ordnungsamtsleiter Martin Lüffe auch am Montag noch vor dem Betreten von Wäldern: „Da kann noch Totholz runterkommen. Wir werden noch zwei oder drei Tage brauchen, bis das gesichtet und die Gefahr beseitigt ist.“ Die gute Nachricht: Am See können Spaziergänger schon wieder ungefährdet die Natur genießen. Dort habe der Bauhof bereits wieder klar Schiff gemacht, berichtete Lüffe.

Von fliegenden Trampolins bis verschwundenen Gartenhäusern reichten die Sturmerfahrungen, die Sassenberger auf Facebook teilten. Während der Sturm „Ylenia“, für den die Kinder am Donnerstag sogar schulfrei bekommen hatten, ohne größere Schäden über das Stadtgebiet brauste, erwies sich „Zeynep“ als zerstörerischer. 55 Einsätze zählte die Feuerwehr am Wochenende. Hinzu kamen die Aufräumarbeiten, die der Bauhof leistete, betonte Feuerwehrleiter Matthias Freese die gute Zusammenarbeit.

Radfahrer gestürzt

Sogar einen Personenschaden musste die Feuerwehr melden: Ein Radfahrer sei in der Nacht zu Samstag wohl wegen eines auf der Straße liegenden Baums gestürzt und in ein Krankenhaus gebracht worden. In Sassenberg durchtrennte den Angaben zufolge ein umgestürzter Baum eine Telefonleitung. Weitere Bäume fielen in Strom- oder Telefonleitungen.

Die Sassenberger Kameraden mussten auch Bäume fällen. Foto: Feuerwehr

Insgesamt war die Mehrzahl der Einsätze auf bereits gefallene oder zu stürzen drohende Bäume zurückzuführen, teilte die Feuerwehr mit. Darunter waren auch solche, die auf Wohngebäude zu stürzen drohten. Auch herunterfallende Dachpfannen sorgten für Gefahren im öffentlichen Verkehrsraum. So musste beispielsweise die Glandorfer Straße in Füchtorf und der Bereich um die Katholische Kirche in Sassenberg zeitweise gesperrt werden.

Wegen der zahlreichen Meldungen besetzte die Feuerwehr am Freitagabend die Gerätehäuser. Die Koordination der Alarmierungen erfolgte aus dem Gerätehaus Sassenberg unter der Einsatzleitung von Feuerwehrleiter Matthias Freese, dem stellvertretenden Zugführer des Löschzuges Sassenberg Stefan Bussmann und Ordnungsamtschef Martin Lüffe im Gerätehaus Sassenberg sowie dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Heinrich Otte im Gerätehaus Füchtorf.

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