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Tagespflege und betreutes Wohnen in Füchtorf offiziell eröffnet

Wo Maria Tellen auf Pastors Garten trifft

Füchtorf

Das „Maria-Tellen-Haus, Leben und wohnen in Pastors Garten“ wurde jetzt feierlich eröffnet. Betreutes Wohnen und eine Tagespflege ziehen damit ins Herz des Ortes

-cirm-

Pastor Andreas Rösner und Diakon Werner Fusenig, Leiter des Altenzentrum St. Josef in Sassenberg, segneten die neue Einrichtung für Senioren in Füchtorf. Foto: Christopher Irmler

Im Sommer 1971 bezogen die ersten Schwestern das neue Schwesternhaus neben dem ebenfalls neu errichteten Marienkindergarten. Im Herbst 2012 verließen die letzten Ordensmitglieder das Dorf, im Mai 2015 erfolgte der Abriss des Gebäudes. Nun wurde mit der feierlichen Einweihung des „Maria-Tellen-Haus, Leben und wohnen in Pastors Garten“ ganz offiziell ein neues Kapitel aufgeschlagen. Betreutes Wohnen und eine Tagespflege ziehen damit ins Herz des Ortes. „Ich bin mir sicher, dass sich die Investition in jeder Hinsicht lohnen wird“, war Andrea Baxpöhler, Geschäftsführerin der Betreiberin, der Caritas Seniorenheime, optimistisch.

Ihr Dank galt den verantwortlichen Architektinnen Diana Danne und Anne Linnemannstöns, die mit ihren Plänen einladende, helle Räume geschaffen hätten. Während die Caritas im Erdgeschoss eine Tagespflege anbieten wird, befinden sich in den Obergeschossen neun betreute Wohnungen, die allesamt bereits vergeben sind. Pastor Andreas Rösner freute sich, das Haus segnen und seiner Bestimmung übergeben zu können. „Es ist etwas Gutes entstanden.“

Andrea Baxpöhler

Namensgeberin in Füchtorf bekannt

Der Name kombiniert zwei von insgesamt 60 Vorschlägen unter denen ein zuständige Gremium zu wählen hatte. Maria Tellen war vielen Füchtorfern als Lehrerin bekannt, hinterließ nicht nur als Mitbegründerin des Lepra-Kreises Spuren im Dorf und erhielt 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande. „Es ist uns eine Ehre, die Einrichtung so benennen zu dürfen“, betonte Baxpöhler.

Zugleich war jenes Areal den Einheimischen auch als „Pastors Garten“ ein Begriff, den der Pfarrer viele Jahrzehnte lang zur Selbstversorgung nutzte, wie Mathias Niehoff, zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands, in Erinnerung rief. Niehoff zeichnete die Historie des Standorts nach. „Tagespflege und betreutes Wohnen sind eine Bereicherung und große Erleichterung für die Bewohner Füchtorfs.“ Eine besondere Füchtorfer Note brachte auch Birgit Baxpöhler in das neue Haus. Sie malte alle in der Einrichtung aufgehängten Bilder – darunter die Füchtorfer Pfarrkirche.

„Gerade hier in Füchtorf funktioniert der gesellschaftliche Zusammenhalt“

Bürgermeister Josef Uphoff gratulierte der Festgesellschaft und bezeichnete das Bauwerk als „groß und prächtig“. „Dieser Standort ist geradezu prädestiniert für das, was hier entstanden ist. Gerade hier in Füchtorf - wem erzähle ich das - funktioniert der gesellschaftliche Zusammenhalt.“ Nicht zuletzt der Auftritt einiger Kinder des benachbarten Marienkindergartens unterstrich diesen Eindruck. Sie brachten es mit dem Lied „Wer will fleißige Handwerker sehen? Der muss zu unseren Nachbarn gehen“, auf den Punkt: bis zuletzt hatten die beauftragten Firmen am letzten Feinschliff gearbeitet. Ein von den Kindern übergebener Baum soll nun im Garten des Maria-Tellen-Hauses gepflanzt werden und die Verbundenheit beider Einrichtungen symbolisieren.

Werner Fusenig, Leiter des Altenzentrums St. Josef, verbreitete Aufbruchstimmung. „Nächste Woche geht der Betrieb schon los.“ 

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