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Kriminalitätsstatistik: Vier Vergewaltigungen

Zahl der Straftaten wieder gestiegen

Sassenberg

Im Jahr 2020 war die Zahl der Straftaten in Sassenberg besonders niedrig. Jetzt hat sie wieder zugelegt. Mehr als die Hälfte der Fälle wird aufgeklärt. Bei „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ sogar alle.

-uvb-

Bei 56 Prozent lag im Jahr 2021 die Aufklärungsquote in Sassenberg. Foto: JOERN HANNEMANN

Im Jahr 2021 ist die Zahl der Straftaten in Sassenberg wieder gestiegen. Die Kriminalitätsstatistik, die der Landrat gestern vorlegte, registriert 2021 für Sassenberg 439 Straftaten, das sind 60 mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2019 stieg die Zahl allerdings nur moderat um sechs Fälle.

Die Aufklärungsquote lag mit 56 Prozent im Vergleich zu früheren Jahren weiter hoch, allerdings etwas unterhalb der kreisweiten Aufklärungsquote von 59 Prozent.

Mit 26 Fällen (2020: 4) ist die Zahl der „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“, zu denen unter anderem auch sexueller Missbrauch und Pornografie gehören, auffällig hoch. Das folgt dem kreisweiten Trend. 16 Fälle der Verbreitung kinder- oder jugendpornografischer Darstellungen fallen darunter, berichtete die Polizei auf Nachfrage. Zudem wurden mit vier Fällen deutlich mehr Vergewaltigungen registriert (2020: 0, 2019: 1). Alle Fälle in diesem Deliktkreis wurden aufgeklärt.

44 Fälle von Betrug

Gesunken ist die Zahl der Körperverletzungen (36, 2020: 55), die ebenfalls fast vollständig aufgeklärt wurden. Die Zahl der Diebstähle hat sich mit 124 auf dem niedrigen Niveau von 2020 (121) stabilisiert. Die Aufklärungsquote liegt mit knapp 27 Prozent deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. Insbesondere die Aufklärungsquote bei den sieben Wohnungseinbrüchen trug dazu bei. Gegen den kreisweiten sinkenden Trend wurden 33 Fahrräder gestohlen (2020: 30), die Aufklärungsquote von gut 18 Prozent war jedoch höher als üblich. 44 Fälle von Betrug wurden registriert mit einer im Vergleich zu den Vorjahren mageren Aufklärungsquote von 48 Prozent.

Die Kriminalitätshäufigkeit, also die Zahl von Straftaten umgerechnet auf 100.000 Einwohner, lag mit 3088 deutlich niedriger als kreisweit (4575). Die Hesselstadt belegt damit Platz vier bei den niedrigsten Häufigkeiten unter den 13 Städten und Gemeinden im Kreis.

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