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Kolpingsfamilien in Sassenberg und Füchtorf

Zwischen Einsatz und neuen Impulsen

Sassenberg/Füchtorf

Rund um den Todestag Adolph Kolpings am 4. Dezember feiern viele Kolpingsfamilien deutschlandweit den Kolpinggedenktag. Das gilt auch für die beiden kleinen Sassenberger und Füchtorfer Kolpingsfamilien.

Von Christopher Irmler

Beim Kolpinggedenktag wurden in Sassenberg langjährige Mitglieder geehrt (v.l.): Pfarrer Andreas Rösner, Hermann Brameier, Lydia Venhaus, Heinrich Pelster, Margret Rüschoff, Willi Schröder, Anne Rutte, Jutta Zimmermann und Anton Röhl.  Foto: Christopher Irmler

Dabei wurden in beiden Orten verdiente Mitglieder geehrt. Und die Füchtorfer stellten auch den Schuhsammelkontainer auf den Kirchplatz - mit sehr positivem Ergebnis, so Füchtorfs Kolpingvorsitzender Josef Obermeyer rückblickend. Damit werden Aktionen der internationlen Adolph-Kolping-Stiftung unterstützt.

In Füchtorf gratulierten (v.l.) Pfarrer Norbert Ketteler und der Vorsitzende Josef Obermeyer (2.v.r.) Ewald Elfenkämper, Paul Gröne, Josef Schlingmann und Bernhard Pohlschmidt zum jeweiligen Jubiläum.  Foto: Christopher Irmler

In Sassenberg unterstrich Pfarrer Andreas Rösner bei der gemütlichen Zusammenkunft nach der Messe im Pfarrheim die Verdienste der mit rund 100 Mitgliedern relativ kleinen Kolpingsfamilie. „Ich möchte allen danken, die sich hier bei uns in der Kolpingsfamilie engagieren. Es ist eine ganze Menge und dafür bin ich Ihnen sehr dankbar“, verwies er auf die Arbeitseinsätze für den Lebensmittelpunkt, bei der Altkleider- und Altpapiersammlung.

Pfarrer Andreas Rösner

Neben dem Austausch standen an diesem Abend traditionell die Jubilare im Mittelpunkt. Seit 25 Jahren gehören Birgit Kipp-Schawe, Anne Rutte und Bernhard Schuckenberg der Kolpingsfamilie an, bei Ralf-Dieter Elsner, Norbert Rutte und Lydia Venhaus liegt der Eintritt bereits 40 Jahre zurück. Das Sextett Hermann Brameier, Bernhard Grothues, Heinrich Pelster, Paul Richter, Josef Rößmann und Willi Schröder entschieden sich vor 60 Jahren für die Gemeinschaft, Felix Picker traf diese Entscheidung vor stolzen 65 Jahren. Zudem ehrte der Vorsitzende Anton Röhl Lydia Venhaus für ihren langjährigen Dienst mit Blumen und einem Kinogutschein. Sie hatte stets im Eine-Welt-Laden die Präsentpakete für die Kolping-Jubilare gepackt - und schmunzelte nun, selbst ein eben solches zu erhalten.

Josef Obermeyer

In Füchtorf empfing Josef Obermeyer "seine" Kolpingsfamilie im Anschluss an den Besuch des Gottesdienstes, den die aus Füchtorfern und Miltern gebildete Chorgemeinschaft mitgestaltete, ebenfalls im Pfarrheim. Er erklärte, die Füchtorfer Kolpingsfamilie plane eine Mitgliederbefragung, um Sorgen und Wünsche näher erörtern zu können. „Nichts wird unter den Teppich gekehrt“, betonte er.

Auch das von Obermeyer verlesene Grußwort des Diözesanverbands Münster sparte nicht mit klaren Worten. So sorge sich der Verband um die Kolpingsfamilien. Nicht alle hätten die Corona-Zeit gut gemeistert, sondern an Mitgliedern eingebüßt. Auch der Ukrainekrieg, aber auch Fälle sexuellen Missbrauchs im Bistum wurden thematisiert. Bezogen auf die aktuelle hohe Inflation und steigende Energiekosten mahnt der Verband zu Solidarität. „Schimpfen und Klagen helfen uns nicht weiter.“

Auch Obermeyer hofft mit der Befragung der Aktiven vor Ort auf neue Impulse. Zugleich dankte er den Jubilaren für ihre jahrzehntelange Treue. Seit 25 Jahren zählen Anke Schulte, Friedrich Terhorst, Robert und Walburga Thumann zur Füchtorfer Kolpingsfamilie, seit 60 Jahren gilt dies für Ewald Elfenkämper, Paul Gröne, Josef Lütke Wienker und Bernhard Pohlschmidt. Besonders freute sich Obermeyer, in Josef Schlingmann ein Gründungsmitglied auszeichnen zu dürfen. Vor 75 Jahren gehörte Schlingmann zu den Initiatoren. „In fünf Jahren bin ich wieder dabei“, kündigte der rüstige Senior nun an.

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