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Innosozial-Büro hat mit Jessica Dittmann eine neue Leitung

Schon 200 Beratungen seit Februar

Kreis Warendorf

In der kurzen Zeit ihrer Tätigkeit bei Innosozial hat Jessica Dittmann schon 200 Beratungen mit Geflüchteten durchgeführt. Sie kommen etwa aus Syrien, Afghanistan, Guinea, Mali, dem Iran und dem Irak. Dittmann ist seit Februar neue Leiterin des Innosozial-Büros.

Von Angelika Knöpker

Jessica Dittmann hat sich schon eingearbeitet, auch dank der Unterstützung von Jacqueline Foto: Angelika Knöpker

Die Regionale Flüchtlingsberatungsstelle Beckum-Oelde hat eine neue Mitarbeiterin. Seit Februar ist Jessica Dittmann neue Leiterin des Innosozial-Büros. Sie übernahm die Position von Robar Ibish.

Der Jurist mit syrischen Wurzeln verstärkt jetzt das Team des Psychosozialen Traumazentrums für Flüchtlinge in Ahlen. Fachdienstleiterin Jacqueline Gehrcke freut sich über die Personalien und stellt mit Jessica Dittmann eine fachlich hoch qualifizierte und engagierte Beraterin vor.

Die junge Beckumerin hat Erziehungswissenschaft und Psychologie studiert und viele Jahre auch ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit gearbeitet.

Netzwerken ist wichtig

Sie weiß, wie ein gutes Netzwerk funktioniert und auf welche Ressourcen sie zurückgreifen kann: ob das Psycho­soziale Trauma­zentrum für Flücht­linge (Leiterin: Jacqueline Gehrke) in Ahlen, die regionale Flüchtlingsberatung Beckum-Oelde oder die psychosoziale Erstberatung in Hamm.

Die Asylberatung steht bei Jessica Dittmann im Fokus, mit Fragen zum Aufenthalts- und Asylrecht und zu sozialen Leistungen, wie Wohngeld. Aber auch bei Fragen zu Bildung und sozialer Teilhabe ist sie kompetente Ansprechpartnerin.

„Ein großes Thema sind zurzeit die Familiennachzüge für anerkannte Asylbewerber und der Wunsch nach Einbürgerung.“ In der kurzen Zeit ihrer Tätigkeit bei Innosozial hat Jessica Dittmann schon 200 Beratungen mit Geflüchteten durchgeführt. Sie kommen etwa aus Syrien, Afghanistan, Guinea, Mali, dem Iran und dem Irak.

Noch keine ukrainischen Flüchtlinge beraten

Ukrainische Flüchtlinge waren noch nicht in ihren Sprechstunden. „Für sie sind die bürokratischen Hürden bei weitem nicht so hoch wie bei den Flüchtlingen der letzten Jahre“, weiß Jessica Dittmann. Als Beispiel nennt sie die freie Berufswahl, die sofortige Arbeitsaufnahme, die Wahl des Wohnortes und viele Vorteile mehr.“

Das sehen wir kritisch, sagt auch Fachdienstleiterin Jacqueline Gehrcke. Sie hat kein Verständnis dafür, dass die Politik mit zweierlei Maß misst. Allein die Frage der Identitätsklärung sei sehr schwierig, in Afghanistan kaum möglich. Trotzdem ist Jessica Dittmann hoch motiviert für ihre neue Aufgabe und mit viel Herz dabei.

Sie hilft auch Ehrenamtlichen bei der Betreuung von Flüchtlingen, bildet sich regelmäßig fort und besucht die Treffen des Kreisflüchtlingsrates. „Bei ständig wechselnden Gesetzesänderungen muss ich auf dem Laufenden bleiben“, sagt sie.

Sprechstunden in Beckum und in Oelde

Sprechstunden in Beckum am Lippweg 9 sind donnerstags von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung, in Oelde am Montag von 13 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.

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