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Sonderpädagogische Unterstützung

Schullandschaft im Kreis gestärkt

Kreis Warendorf

Der Kreis Warendorf baut eine neue Förderschule: Für 3,8 Millionen Euro entsteht in Warendorf eine Schule mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“.

Schullandschaft "Die neue Schuldezernentin Dr. Anna Arizzi Rusche (v .l.) präsentiert gemeinsam mit Landrat Dr. Olaf Gericke, Martin Wellnitz (Schulaufsicht) und Hochbaudezernent Dr. Stefan Funke die Pläne für den zweiten Standort des schulischen Lernortes in Warendorf." Foto: Kreis Warendorf

„Neben dem bestehenden Standort in Ahlen bekommt der Kreis Warendorf einen zweiten Standort des schulischen Lernortes in Warendorf“, berichtet die neue Schuldezernentin Dr. Anna Arizzi Rusche. „Mit dem zusätzlichen Standort können wir auch im Nordkreis eine gute schulische Versorgung für Schülerinnen und Schüler mit einem besonders ausgeprägten Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung gewährleisten“, erläutert Dr. Arizzi Rusche. Dabei wird besonders der Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ gestärkt.

Emotionale und soziale Entwicklung

Der schulische Lernort bildet ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die massive und langanhaltende Verhaltensauffälligkeiten aufweisen und die die im allgemeinen Schulsystem trotz individueller Förderpläne und Unterstützungsmaßnahmen nicht beschult werden können. Durch eine intensive, maßgeschneiderte Betreuung soll eine baldige Rückkehr der Schülerinnen und Schüler an ihre jeweilige Stammschule ermöglicht werden.

Angebot für verhaltensauffällige Schüler

Auch Landrat Dr. Olaf Gericke ist froh, schon bald auch im Nordkreis mit dem zusätzlichen Angebot einen weiteren wichtigen Baustein für eine gute schulische Versorgung in den genannten Förderschwerpunkten sicherzustellen. „Wir wollen Kinder, die es im Leben besonders schwer haben, gezielt unterstützen. Auf diesem Wege bekommen sie eine echte Chance sich zu entwickeln und ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, so Dr. Gericke.

Ziel ist es, sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Eltern hochwertige und gut erreichbare Angebote zu schaffen, um eine optimale Schulversorgung im Kreis Warendorf sicherzustellen.

Dr. Anna Arizzi Rusche, Schuldezernentin

Die Bezirksregierung Münster hat den Aufbau des zweiten Standorts in Warendorf genehmigt. Dabei würdigte die Behörde, dass das für die intensivpädagogischen Angebote des schulischen Lernortes in Ahlen entwickelte Konzept und die Arbeit des multiprofessionellen Inklusionsteams sehr hilfreich sind, um diesen Erwartungen auch am Standort in Warendorf entsprechend zu können. Der Standort in Warendorf soll nach Abschluss der Bauarbeiten zum Schuljahr 2024/2025 seine Arbeit aufnehmen. Die Schülerinnen und Schüler, die die Primarstufe besuchen, können im Rahmen des „Offenen Ganztags“ beschult werden.

Multiprofessionelle Inklusionsteams

„Auch die Baugenehmigung durch die Stadt Warendorf liegt nun vor, sodass wir die weiteren Schritte zur Realisierung des Projektes nun angehen können“, skizziert Hochbaudezernent Dr. Stefan Funke den Zeitplan.

Der Planungsprozess der Baumaßnahme wurde mit einem Teilnahmewettbewerb für interessierte Architektenbüros angestoßen. Seit Mitte November liegt die Baugenehmigung der Stadt Warendorf für den Neubau vor.

Baukosten von rund 3,8 Millionen Euro

Der neue Schulische Lernort „Emotionale und soziale Entwicklung“ wird auf einem kreiseigenen Teilgrundstück des Paul-Spiegel-Berufskollegs errichtet. In einem Architektenwettbewerb hat sich das Büro Thomas Becker Architekten aus Ennigerloh durchgesetzt. Das Gebäude wird  etwa 1000 Quadratmeter Grundfläche auf zwei Etagen haben. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2023 geplant. Die Baukosten werden voraussichtlich 3,8 Millionen Euro betragen. Davon wird eine Million Euro über das Förderprogramm „NRW.Bank.Gute Schule 2020“ finanziert werden.

Das Gebäude wird im hochwertigen KfW-Standard 40 errichtet. Die KfW hat Förderzusage in Höhe von 203.000 Euro gegeben. Mit der geplanten Photovoltaikanlage auf dem Flachdach und dem ergänzenden Bezug von Ökostrom kann das Gebäude als CO²-neutral bezeichnet werden.

Am Standort des Regenbogenschulhauses in Ahlen, wurde schon zum Schuljahr 2019/2020 ein schulischer Lernort für Schülerinnen und Schüler mit besonders ausgeprägtem sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ geschaffen. Im schulischen Lernort in Ahlen stehen maximal 20 Förderplätze zur Verfügung.

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