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St.-Martinus-Schützen sammeln für die Kriegsgräberfürsorge und Ukraine-Nothilfe

Aktive Arbeit für den Frieden

Sendenhorst

Die diesjährige Haussammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird in Sendenhorst am 8. und 9. April stattfinden. Die Martinus-Schützen wollen damit aktiv die Versöhnungsarbeit über den Gräbern unterstützen.

Nachdem die Sammlung zwei Jahr hatte ausfallen müssen, werden die Schützinnen und Schützen Freitag und Samstag wieder zu einer Haussammlung für den Volksbund aufbrechen, um so die Arbeit der Versöhnung über den Gräbern zu unterstützen. Foto: Martinus-Schützen/Archiv

Die diesjährige Haussammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird in Sendenhorst heute und am Samstag stattfinden. Erneut haben sich Mitglieder des Vorstandes, des Offizierskorps, der Kompanie, der Ehrenabteilung und der Damengarde des Allgemeinen Schützenvereins St. Martinus für die Aktion zur Verfügung gestellt. Seit nunmehr 30 Jahren wird die jährliche Haussammlung für den Volksbund durchführt, über die bereits mehr als 180.000 Euro an Spendengeldern gesammelt wurden.

Mit dem Vorsitzenden der Ortsgruppe des Volksbundes, Andreas Rickert, sind die organisatorischen Vorbereitungen abgesprochen worden. Es wird in der in 17 Bezirke eingeteilten Ortslage gesammelt. In diesem Jahr konnten fast alle Bezirke vergeben werden, um möglichst viele Haushalte zu erreichen. Die Sammlerinnen und Sammler sind mit Sammlerausweis, Spendenlisten und Geldtasche ausgestattet.

Aufgabe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Während in den meisten Ländern staatliche Stellen mit der Kriegsgräberfürsorge betraut sind, nimmt der 1919 gegründete Volksbund als gemeinnützige Organisation in Vereinsform diese Aufgabe in Deutschland wahr. 1954 beauftragte die Bundesregierung den Volksbund mit der Aufgabe, die deutschen Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen. In seiner Obhut befinden sich 832 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2,5 Millionen Kriegstoten. Seit 1992 richtete der Volksbund 330 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 188 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder her oder legte sie neu an. 759.110 Kriegstote wurden auf 82 Kriegsgräberstätten umgebettet.

Um die Erinnerung an die Opfer wach zu halten, vermittelt der Volksbund unter anderem Fahrten zu den Kriegsgräberstätten, veranstaltet nationale und internationale Workcamps und Jugendbegegnungen an Friedhöfen und Gedenkstätten und informiert in Schulen und Schulfreizeiten. Das Leitwort lautet „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“.

Teilspende für Ukraine-Nothilfe

„Dass der Frieden in Europa, mit dem wir seit nunmehr über 70 Jahren gelebt haben, keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt der Ukraine-Krieg, der unmittelbar vor unserer europäischen Haustür tobt“, heißt es in einer Mitteilung der Martinus-Schützen. Um auch hier grundlegende Hilfe zu leisten, wird die Hälfte der Spendeneinnahmen an die Ukraine-Nothilfe weitergeleitet.

Der Volksbund hat in der Nähe von vier Friedhöfen Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten errichtet, wo Schul- und Jugendgruppen ideale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische Projekte vorfinden. Um die gesellschaftspolitisch sehr bedeutsame Arbeit des Volksbundes fortzuführen, bedarf es insbesondere auch der finanziellen Unterstützung durch die Bevölkerung.

Die Spenden sollen wiederum für den Ausbau, die Pflege und Instandsetzung von Kriegsgräberstätten im Ausland, Unterstützung der Workcamps im In- und Ausland für Projekte im Rahmen der Friedenserziehung in den Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes verwandt werden, teilen die Schützen weiter mit.

Angesichts des ganz erheblichen Finanzbedarfs, nachdem in den vergangenen zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie nicht gesammelt werden konnte, bittet der Volksbund um eine großherzige Spende.

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