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Arbeiten für Glasfaser beginnen

Albersloh wird aufgerissen

Albersloh

16 Kilometer Tiefbauarbeiten in Gehwegen, 5,5 Kilometer Buddelei in den Vorgärten zu den Hausanschlüssen und 1,23 Kilometer aufgefräster und aufgebaggerter Asphalt sind die Rahmenbedingungen, um rund 500 Kunden mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen. Die Tiefbauarbeiten starten im Kürze.

Josef Thesing

In diese bunten Röhrchen werden die je 96 Glasfasern eingeblasen.

Albersloh wird aufgerissen. Und das im großen Stil, weil zeitgleich bis zu vier Kolonnen mit sechs bis zehn Mitarbeitern im Einsatz sind. Die Verständigung untereinander dürfte im Wesentlichen in niederländischer Sprache erfolgen. Nicht aber die zu den betroffenen Bürgern, vor deren Tür gebuddelt wird. „Der Kolonnenführer spricht Deutsch“, versichern die Manager der niederländischen „Siers Group“, die für die „Deutsche Glasfaser“ die Tiefbauarbeiten durchführen. Bauleiter Erik Prinsen will dafür sorgen, dass – auch bei den von Siers beauftragten Subunternehmen – in Sachen Kommunikation alles glatt läuft.

Nachdem die ersten Hausbegehungen bereits durchgeführt worden sind, soll es nach dem Feiertag in der kommenden Woche in die Erde gehen. Und das etwa 40 Zentimeter unter den Gehwegen und mindestens 80 Zentimeter unter Straßen.

Die Bürger sollen jederzeit umfassend über das informiert werden, was sich gerade tut. Und jeder werde persönlich angerufen, wann sein Hausanschluss an der Reihe ist, verspricht Peter König, Projektmanager Bau der „Deutschen Glasfaser“. Denn: „Die Damen rufen an.“

Bei einem Arbeitstreffen mit der Stadtverwaltung und den übrigen beteiligten Firmen stellen er und Vertreter der Baufirma das vor, was sich bis zum April im Dorf tun wird.

Und das ist zahlenmäßig durchaus beachtlich. 16 Kilometer Tiefbauarbeiten in Gehwegen, 5,5 Kilometer Buddelei in den Vorgärten zu den Hausanschlüssen und 1,23 Kilometer aufgefräster und aufgebaggerter Asphalt sind die Rahmenbedingungen, um rund 500 Kundenanschlüsse legen zu können – die an der Backhausstraße übrigens seit Beschluss von gestern inklusive, auch wenn die Antragsteller dort noch keine Auftragsbestätigung erhalten hätten. Das Gewerbegebiet gehört ebenso dazu wie zwei landwirtschaftliche Anwesen in Richtung Rinkerode, von wo aus die Leitung nach Albersloh wandert.

Wer Laie ist in diesem Metier muss neue Begrifflichkeiten sortieren. „Distribution Point“ zum Beispiel. Das sind im Dorf insgesamt 31 graue Kästen, von denen aus die einzelnen Häuser versorgt werden. Oder „HÜP“, wie der „Hausübergabepunkt“ kurz genannt wird. Das ist eine kleine Kiste im Keller. „Mit der Einrichtung des ,HÜP’ ist der Fall für uns erledigt“, erklärt König.

Und dann gibt es natürlich den „Point of Presence“, kurz „Pop“. Dass ist die sechs mal 2,20 Meter große zentrale Verteilstation, die am 11. November um 9 Uhr an der Zufahrt zur Ludgerusschule aufgestellt wird. Wenn der „PoP“ unter Strom ist, sollte das neue Netz laufen. In den jeweiligen Bauabschnitten soll es drei bis vier Wochen dauern bis vom Tiefbau bis zum Hausanschluss alles erledigt ist – wenn der „PoP“ läuft.

Nicht überall wollen die Niederländer übrigens Straßen oder Gehwege aufreißen. Manches werde auch im Spülbohrverfahren erledigt, kündigen die Bauleute an. So müssten wichtige Straßen nicht aufgerissen werden.

Die Rangfolge der Arbeiten stellt sich übrigens so dar: Hausbegehung, Tiefbau, Einblasen der 96 Glasfasern, Montage von „Distribution Points“ und „PoP“ und schließlich Montage der Hausanschlüsse. Ansprechpartner für die Albersloher Kunden der „Deutschen Glasfaser“– oder für solche, die es vielleicht noch werden wollen – ist während der Arbeiten das Servicebüro des Unternehmens an der Kleiststraße in Drensteinfurt.

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