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Ausbau der Landesstraße 851 zwischen Sendenhorst und Drensteinfurt

An der Schotterpiste ist Schluss

Sendenhorst

Bis zum Jahresende wird die Landesstraße 851 zwischen Sendenhorst und Drensteinfurt ausgebaut. An der ehemaligen Gaststätte Peters beginnt derzeit die Schotterpiste.

Josef Thesing

Unweit der ehemaligen Gaststätte Peters beginnt die Schotterpiste in Richtung Sendenhorst. Foto: Josef Thesing

Normalerweise ist an diesem Ort mächtig was los. Die Landesstraße 851 zwischen Drensteinfurt und Sendenhorst ist viel befahren, vor allem auch von Lkw in oder aus Richtung Autobahn. Jetzt verirrt sich allenfalls mal ein Anlieger auf der Straße, die ja immerhin zur Hälfte gut ausgebaut und befahrbar ist. Aber eben nur zu Hälfte, denn die Fahrt aus Richtung Drensteinfurt endet unweit der ehemaligen Gaststätte Peters an einer Schotterpiste. Deshalb ist die Straße seit etwa einem Monat in beiden Richtungen komplett gesperrt. Und das, je nach Wetterlage, voraussichtlich noch bis zum Jahresende.

Denn so viel Zeit nehmen der Neubau mit der teilweisen Verlegung der Trasse des zweiten Bauabschnittes zwischen der ehemaligen Gaststätte und der Einmündung in die Landesstraße 586 unweit von Sendenhorst in Anspruch.

Aus dem schnellen Weiterbauen wurde nichts

Das sollte eigentlich alles viel schneller und reibungsloser gehen. Bereits im Februar 2017, also vor mehr als vier Jahren, waren erste Sträucher und Bäume gerodet worden, um Platz für den neuen Streckenverlauf zu machen. Kurz darauf begannen die Arbeiten am ersten Teilabschnitt zwischen der Gaststätte und und der Einmündung der Landesstraße 585 kurz vor der Ortseinfahrt Drensteinfurt. Mit einiger Verzögerung, unter anderem wegen Problemen mit den Untergrund, wurden die ersten 4,1 Kilometer ausgebaut, einen komfortablen Radweg eingeschlossen. Das 6,4 Millionen Euro teure Bauvorhaben wurde Anfang Juli 2018 abgeschlossen.

Danach sollte es eigentlich zügig mit dem zweiten Abschnitt in Richtung Sendenhorst weitergehen. Gut ein halbes Jahr Baupause waren angepeilt. Aus sechs Monaten wurden aber etwa zweieinhalb Jahre. Erst 2020 meldete der Landesbetrieb Straßen.NRW, dass die Gelder für den zweiten Teilabschnitt – Kostenpunkt rund vier Millionen Euro – zur Verfügung stehen. Im Dezember vergangenen Jahres wurde mit den ersten Rodungsarbeiten und umfangreichen Erdarbeiten begonnen.

Große Einschränkungen und Umwege für den Verkehr

Der Ausbau der Straße hat – wie berichtet – einen immensen Einfluss auf die Lenkung des Verkehrs, vor allem der Lkw. Und das auch, weil die Landesstraße 586 am Ortseingang von Albersloh wegen des Baus der Verkehrsknotenpunktes am Kohkamp ebenfalls noch dicht ist.

Der Verkehr wird während der Zeit der Vollsperrung über die Landesstraßen 585 und 586 von Drensteinfurt über Albersloh nach Sendenhorst beziehungsweise über die Landesstraße  811 und die Bundesstraße 58 von Sendenhorst nach Drensteinfurt umgeleitet.

Die Umleitung für Kraftfahrzeuge, die aus Drensteinfurt über Albersloh nach Sendenhorst sowie in Gegenrichtung rollen, erfolgt deshalb zunächst weiter über den Albersloher Bispingweg.

Für den Lkw-Verkehr ist eine weiträumige Umleitung aus Richtung Ascheberg sowie aus Richtung Beckum-Roland ausgeschildert. Die Brummi-Fahrer sollen vor allem die Bundesstraßen nutzen, was aber, wie zu beobachten ist, nicht immer gelingt. Auch auf den kleineren Straßen sind zwischen Sendenhorst und Drensteinfurt immer mal wieder Lkw unterwegs – trotz Verbotsschildern, die aber natürlich nicht für den Anlieger- und Lieferverkehr gelten.

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