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Juniorwahl in der Montessorischule

Aufwendiger Einsatz für die Demokratie

Sendenhorst

Zum ersten Mal hat die Montessorischule an der Juniorwahl teilgenommen. Wie bei der echten Landtagswahl auch hatten die Schüler Erst- und Zweitstimme zur Verfügung. Um die Organisation und Auszählung haben sich die Achtklässler gekümmert. Dafür gab es nun Urkunden.

Von Nicole Evering

Große Wertschätzung für ihren Einsatz als Wahlhelfer bei der Juniorwahl erfuhren die 13 Gesamtschüler von Vertretern der Stadt und der Lokalpolitik. Foto: Nicole Evering

Ein

Wählerverzeichnis führen, Wahlbenachrichtigungen „in der ordentlichsten Handschrift“ verfassen, die Mitschüler informieren, Fragen beantworten – am Wahltag dann die Urne bewachen, die Wählerliste abhaken und am Ende die Stimmen auszählen: „Das ist ein ziemlicher Aufwand gewesen. Das hätte ich vorher nicht vermutet“, sagte Maximilian Lenze, einer der Achtklässler, die sich bei der Juniorwahl an der Montessorischule als Wahlhelfer engagiert haben.

Den insgesamt 13 Schülerinnen und Schülern wurde gestern eine besondere Ehre zuteil. Die Stadt hatte sie ins Kommunalforum eingeladen, wo sowohl Bürgermeisterin Katrin Reuscher als auch Vertreter aller vier im Rat vertretenen Fraktionen ihnen Dank und Anerkennung für ihren Einsatz aussprachen. Eine Urkunde gab‘s noch obendrauf.

105 Schüler wahlberechtigt

Zum ersten Mal hat die Gesamtschule an der Juniorwahl teilgenommen, bei der Jugendliche, die für die echten Bundes- oder Landtagswahlen noch zu jung sind, diese unter realitätsgetreuen Bedingungen durchführen können. Wahlberechtigt waren alle 105 Schüler ab Klasse sieben. Wie bei der Landtagswahl auch hatten sie Erst- und Zweitstimme zur Verfügung. Und wie bei einer echten Wahl musste es Menschen geben, die sich um Organisation und Auszählung kümmern. Das haben die Achtklässler übernommen, angeleitet von den Lehrkräften Nadine Reinhardt und Viktoria Drögemöller. „Wir sind sehr stolz auf euch“, lobte Reinhardt ihre Schützlinge. Die Teilnahme an der Juniorwahl sei eine gute Möglichkeit gewesen, Demokratie in die Schule hineinzutragen.

„Ihr wisst jetzt schon mehr als die meisten Menschen, die nur wählen gehen“, lobte die Bürgermeisterin den Einsatz, für den auch so manche Pause geopfert worden sei, so Lehrerin Reinhardt. Auch Wählen wolle eben gelernt sein, meinte Christiane Seitz-Dahlkamp (SDP).

Wahlbeteiligung von fast 70 Prozent

Besonders erfreut zeigten sich die Fraktionsvertreter über die Wahlbeteiligung von fast 70 Prozent, die deutlich über dem Landesschnitt von 55,5 Prozent lag. „Nicht zu wählen und nur zu meckern, das ist der falsche Weg“, befand Josef Lammerding (FDP). „Und weil ihr euch im Vorfeld auch mit den Themen auseinander gesetzt habt, seid ihr für mich ernsthafte Gesprächspartner.“ Hans-Ulrich Menke (BfA) betonte, wie wichtig es sei, sich einzubringen und lud die Schülerinnen und Schüler ein, gerne auch einmal an einer Sitzung oder Veranstaltung der örtlichen Parteien teilzunehmen.

„Ich habe dadurch richtig Lust bekommen, später selbst wählen zu gehen“, zog eine Schülerin ihr persönliches Fazit. „Wir haben auch gelernt, dass jede einzelne Stimme zählen kann“, ergänzte eine andere. Zudem habe man bei dieser Arbeit noch einmal ganz anders als Klasse zusammengewirkt.

Die Stimmen der Montessorischule fließen in das NRW-Gesamtergebnis ein. Und das, so Uli Altewische (CDU), würden sich die Parteien ganz genau anschauen. „Wir werden das in unsere Fraktion hineintragen und schauen, wo es hakt, wo wir mehr auf die Jugend zugehen müssen und was wir besser machen können.“

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