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Aus Albersloh nach Afrika

Judith Hoffmeister absolviert Freiwilligendienst in Uganda

Albersloh

Judith Hoffmeister hat sich entschieden. Sie geht für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Afrika. Im Uganda wird sie in Lukumbi im Distrikt Nakaseke das Schulprojekt „Ewaldi Children Education Fund“ unterstützen. Es ermöglicht Kindern, die aus sozial schwachen Verhältnissen stammen oder Waisen sind, eine Schulbildung.

Judith Hoffmeister aus Albersloh startet am 7. August einen Freiwilligendienst in Uganda. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Das Visum muss Judith Hoffmeister noch beantragen. „Das scheint aber unkompliziert zu sein, und ein bisschen Zeit habe ich ja noch.“ Gut vier Wochen noch, um genau zu sein. Dann startet die 19-Jährige in ihr einjähriges Abenteuer nach Uganda. Judith Hoffmeister absolviert einen Freiwilligendienst im Ausland, der vom „Weltwärts“-Programm über das Bistum Münster unterstützt wird. Mehr als 6000 Kilometer werden sie von ihrer Familie und ihren Freunden in Albersloh trennen.

Faszination für Afrika

Dass sie nach ihrem Abitur am Gymnasium Wolbeck ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren möchte, stand für Judith Hoffmeister schon früh fest, schreibt das Bistum Münster. Der Gedanke, dies im Ausland zu verbringen, entwickelte sich später. „Afrika fasziniert mich einfach, die Lebensweise der Menschen, die Natur – es wird anders sein als in Deutschland“, ist sie sich sicher. Genau darin liegt der Reiz für die Albersloherin, die in dem vor ihr liegenden Jahr ihren Horizont erweitern und die eigenen Grenzen kennenlernen möchte.

Stundenlange Recherchen, welcher Anbieter für Freiwilligendienste im Ausland der passende ist, liegen hinter Judith Hoffmeister. „Eine Nachbarin hat mich auf die Idee gebracht, mich über das Angebot des Bistums zu informieren“, erinnert sich die 19-Jährige, die bis vor einiger Zeit auch einige Jahre lang Messdienerin war.

Schulbildung für Kinder aus schwierigen Verhältnissen

In Lukumbi im Distrikt Nakaseke wird sie mit einer weiteren Freiwilligen, Samira Schulte aus Haltern am See, das Schulprojekt „Ewaldi Children Education Fund“ unterstützen. Es ermöglicht Kindern, die aus sozial schwachen Verhältnissen stammen oder Waisen sind, eine Schulbildung. „Wir haben viele Möglichkeiten uns einzubringen“, freut sich Judith Hoffmeister auf die Vielfalt. Rund 150 Kinder wohnen in dem Internat. Weitere Kinder, deren Schulweg nicht so weit ist, kommen täglich auf das Gelände, um Kindergarten oder Schule zu besuchen. „Wir können uns in der Betreuung der Jüngsten engagieren, im Unterricht oder in der Nachhilfe“, erklärt Judith Hoffmeister.

Aber auch Freizeitangebote für die Internatskinder seien gefragt, zum Beispiel Basteln, Backen oder Volleyballspielen. Judith Hoffmeister, begeisterte Tänzerin von Modern Dance und Ballett, kann sich außerdem vorstellen, mit den Kindern zu tanzen. „Da kann ich bestimmt noch was von ihnen lernen“, freut sie sich auf afrikanische Rhythmen.

Die Karte zeigt die Lage von Lukumbi. Foto: Stepmap

Bei Treffen und mehrtägigen Seminaren in Münster und Berlin hat sich Judith Hoffmeister gemeinsam mit 25 weiteren Freiwilligen intensiv auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet. „Ich habe dabei viel über mich selbst gelernt und einen differenzierten Blick auf das, was vor mir liegt, erhalten“, berichtet die 19-Jährige. Besonders hebt sie laut Bistum den Zusammenhalt in der Gruppe hervor. „Man merkt, dass man mit seinen Gefühlen und Ängsten nicht allein ist.“

Vorfreude überwiegt

Dankbar sei sie auch für die Unterstützung der Ehemaligen, fügt die junge Frau an. Eine Freiwillige, die derzeit im Projekt in Uganda arbeite, werde ihr und den anderen Freiwillen in den ersten Tagen alles vor Ort zeigen, bevor die „Kollegin“ die Rückreise nach Deutschland antrete.

„Die Vorfreude überwiegt“, sagt Judith Hoffmeister, auch wenn in den kommenden Wochen das Abschiednehmen eine große Rolle spielen werde. Doch sie weiß: Dank der modernen Kommunikationsmittel – und falls das afrikanische Internet es zulasse – sei es möglich, den Kontakt zu halten.

Und in der zweiten Hälfte ihres Freiwilligendienstes erwartet die Albersloherin Besuch aus der Heimat: Ihre Eltern und ihre beiden Schwestern wollen nach Uganda reisen und sich anschauen, wo die Tochter und große Schwester das Jahr verbringt.

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