1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sendenhorst
  6. >
  7. Beim Tatort Münster in der ersten Reihe

  8. >

Vater Komparse und Sohn Aufnahmeleiter

Beim Tatort Münster in der ersten Reihe

Albersloh

Am Sonntag (25. September) läuft der 30. Münster-Tatort. Vater Herbert und Sohn Alexander Dominitzki sind mit dabei. Der Senior als Komparse und der Junior als Aufnahmeleiter.

Christiane Husmann

Bei der Premiere Open-Air-Premiere des 30. Münster-Tatortes haben Herbert Dominitzki, Enkel Noah und Aufnahmeleiter Alexander Dominitzki (v.l.) auf dem Schlossplatz in den ersten Reihen Platz genommen. Kein Wunder, sind doch Vater und Sohn am Krimi beteiligt. Foto: Christiane Husmann

„Mensch, den kenn ich doch“, wird sich wohl am Sonntagabend Abend mancher Albersloher sagen, der es sich nach der Tagesschau auf dem Sofa gemütlich macht, um den „Tatort“ im Ersten zu sehen. Und tatsächlich: Im Krimi mit dem Titel „Feierstunde“ ist ziemlich zu Anfang das Gesicht von Herbert Dominitzki zu sehen. Der Albersloher ist als Komparse beim „Münster-Tatort“ dabei. Für ihn ein besonderes Erlebnis – auch deshalb, weil sein Sohn Alexander als Aufnahmeleiter maßgeblich am Gelingen der 30. Folge beteiligt war.

Herbert Dominitzki ist sehr stolz auf seinen Sohn, der sich in der Filmbranche längst einen Namen gemacht hat und schon lange nicht mehr in Albersloh lebt. Ob ARD oder ZDF: Bei Produktionen wie „Wilsberg“ und anderen Fernseherfolgen ist Alexander Dominitzki als Aufnahmeleiter sehr gefragt. „Er ist sehr diszipliniert und kann perfekt organisieren“, beschreibt Herbert Dominitzki seinen eher schweigsamen Sohn und glaubt, dass das für den Beruf unerlässlich ist.

Umringt von Fans und Journalisten lässt sich Axel Prahl, alias Kriminalhauptkommissar Thiel, interviewen. Starallüren? Fehlanzeige. Foto:

Während Sohn Alexander lieber im Hintergrund die Fäden zieht, genießt der Vater schon mal die Rolle des Entertainers. Ob in der Bütt oder auch mal singend im Bus: Der pensionierte Diplom-Verwaltungsbetriebswirt liebt es, Menschen zu unterhalten.

„Du, wir brauchen 200 Leute – willst du mitmachen?“ Mit dieser Frage traf Alexander Dominitzki bei seinem Vater genau ins Schwarze. Für eine „Tatort“-Einstellung wurden Komparsen gesucht, die in einer fiktiven Laudatio Rechtsmediziner Professor Boerne lauschen sollten. „Es gibt Tatort-Fans, die den Drehs hinterher reisen“, erzählt Herbert Dominitziki, und weiß: „Einige der Komparsen kamen sogar aus Österreich, der Schweiz und aus Schweden.“

Zum Thema

So wird der neue Münster-Tatort "Feierstunde"

Beeindruckt von den Dreharbeiten erzählt der Albersloher, dass es bei den Aufnahmen sehr diszipliniert zugeht. „Für die eine Einstellung wurde ein ganzer Tag benötigt“, weiß Dominitzki, der auch von der Detailgenauigkeit der Aufnahmeassistentin fasziniert ist: „Ein Knopf an meinem Jackett war offen. Das hat sie sofort bemerkt.“

Natürlich mussten alle Komparsen unterschreiben, dass sie über den Inhalt des „Tatort“ Stillschweigen bewahren. Plaudern? Absolutes Tabu. Nun vor zwei Wochen hatten Fans die Möglichkeit, den Tatort „Feierstunde“ auf einer riesigen Leinwand vor dem Schloss in Münster als Premiere zu sehen. Etwa 3500 Zuschauer nutzten die Gelegenheit, vor toller Kulisse den Tatort zu verfolgen. Unter ihnen Alexander, Herbert und der elf-jährige Noah Dominitzki, der mit Vater und Opa einen spannenden Abend erleben durfte.

Während die Zuschauer am Premierenabend auf den Einbruch der Dunkelheit warteten, hatten sich einige der Protagonisten unters Volk gemischt. Kriminalhauptkommissar Thiel (Axel Prahl) und sein „Vadder“ Herbert Thiel (Claus Dieter Clausnitzer) wurden von Journalisten und Fans umringt. Selbst bei naher Betrachtung zeigen sich die Schauspieler entspannt und sympathisch. Starallüren? Fehlanzeige.

Die wichtigsten Infos

Das Tatort Münster-Special

Auch Regisseur Lars Jessen stellte sich den Fragen des Moderators Matthias Bongard und fand für Aufnahmeleiter Alexander Dominitzki lobende Worte: „Alexander hat große Arbeit geleistet.“ Das macht Sohn Noha und Vater Herbert natürlich stolz.

Im VIP-Zelt verfolgen sie den spannenden Tatort, in dem es Professor Boerne ans Leder gehen soll. „Ich bringe ihn um. Diesmal tue ich es wirklich.“ Mit diesen markanten Worten beginnen fesselnde 90 Minuten. Für Herbert Dominitzki ein ganz besonderer Film. „Man fühlt sich wie ein kleiner Mosaikstein. Und auch wenn man nur einige Sekunden zu sehen ist, bleibt das doch für die Ewigkeit“, philosophiert der Albersloher.

Also lohnt es sich bestimmt, bei diesem Sonntags-Tatort noch genauer hinzuschauen. Besonders in den ersten Minuten, wenn Herbert Dominitzki seinen kleinen Auftritt hat. Und der Tatort geht spannend weiter. Ein Rechtsmediziner, der um sein Leben fürchtet, und eine Frau, die tot im Rollstuhl sitzt. Wer ihr Mörder ist und ob Professor Boerne seinem Verfolger entkommen kann, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Startseite
ANZEIGE