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VEKA-Mitarbeiter fahren Feuerwehrfahrzeug in Richtung Ukraine

Besondere Hilfe für Irpin

Sendenhorst

Auf eine lange Reise mit einem besonderen Fahrzeug haben sich Matthias Fögeling und Werner Thamm, Mitarbeiter der VEKA AG, begeben. Sie fahren ein komplett überholtes und neu ausgestattetes Feuerwehrfahrzeug an die polnische Grenze, von wo es weiter auf die Reise in die ukrainische Stat Irpin gefahren wird.

Perfektes Team: Matthias Fögeling und Werner Thamm werden das Feuerwehrauto an die ukrainische Grenze bringen. Unterstützt werden sie von Alexander Will, der mit den beiden gemeinsam am heutigen Donnerstag nach Sendenhorst zurückkehren will. Foto: VEKA AG

Wenn sie am heutigen Donnerstag hoffentlich irgendwann wieder wohlbehalten in Sendenhorst eintreffen, dann haben sie eine lange Reise hinter sich. Und das zudem in einem Fahrzeug, mit dem man üblicherweise nicht auf eine längere Tour geht.

Hilfe dorthin bringen, wo sie gebraucht wird: Wenn zwei Mitarbeiter der Sendenhorster VEKA AG am frühen Dienstagmorgen aufbrachen, um ein Feuerwehrfahrzeug an die polnisch-ukrainische Grenze zu fahren, dann sei das schon für sich eine ungewöhnliche Aktion, erklärt das Unternehmen. Ebenso bemerkenswert sei die starke gemeinschaftliche Solidarität im Vorfeld. Denn die unkomplizierte Hilfsbereitschaft vieler Akteure war erforderlich, damit sich das Fahrzeug überhaupt auf den Weg machen konnte.

Viele haben sich beteiligt

„Wir wollen helfen und unseren Beitrag leisten.“ So bringen Matthias Fögeling und Werner Thamm ihre Motivation auf den Punkt. Die beiden Mitarbeiter in der Betriebstechnik und im Lager von VEKA hatten sich gern bereit erklärt, den Transport des dringend benötigten Feuerwehrfahrzeugs zu übernehmen. Neben dem Führerschein Klasse 2 bringen sie weitere wichtige Kompetenzen für diese besondere Aufgabe mit. Matthias Fögeling, Leiter der Staplerwerkstatt, kennt sich bestens mit dem Reparieren von Lkw aus und Werner Thamm als Mitglied der Betriebsfeuerwehr mit dem technischen Gerät.

Um 5 Uhr sind sie am Dienstag gestartet, um das komplett überholte und neu ausgestattete Fahrzeug nach Polen bis an die Grenze zur Ukraine zu bringen. Von dort wird es dann an seinen neuen Standort Irpin überführt.

Beschaffung war schwierig

Angestoßen wurde die Hilfsaktion durch einen ehemaligen VEKA-Mitarbeiter aus der Ukraine, der den großen Bedarf der ukrainischen Feuerwehren an Ersatz für ihre zerstörten Fahrzeuge kennt. Im aktuellen Fall standen zwar die finanziellen Mittel zur Verfügung, als schwierig erwies sich hingegen die Beschaffung. Vermittelt durch Robert Post, Vertriebsleiter Profile Export bei VEKA, und die Werkfeuerwehr von VEKA, konnte schließlich ein gebrauchtes Einsatzfahrzeug aus Nordkirchen besorgt werden. Dieses wurde vollständig überholt und mit neuer Ausrüstung bestückt, aus den Beständen der Freiwilligen Feuerwehr Sendenhorst und der VEKA-Werkfeuerwehr sowie der Firma Rotte aus Nordkirchen, berichtet die VEKA AG .

Überall, wo angefragt wurde, sei die Hilfsbereitschaft groß gewesen, so die Erfahrung der Initiatoren. „Viele VEKA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter engagieren sich bereits für die Kolleginnen und Kollegen aus der Ukraine und deren Familien. Ganz in diesem Geiste wurde der Feuerwehrwagen als Transportfahrzeug für weitere Hilfsgüter genutzt“, so VEKA.

Männer werden am Donnerstag zurückerwartet

Und auch der Vertriebsleiter der VEKA Ukraine sei sofort bereit gewesen, die Aktion zu unterstützen. Er werde den beiden Fahrern von Sendenhorst aus folgen, um sie zum einen bei der Übergabe sprachlich zu unterstützen und zum anderen dann wieder zurück nach Sendenhorst zu bringen.

Das Feuerwehrfahrzeug werde dann schon in Richtung Irpin unterwegs sein, wo es den Menschen bestimmt gute Dienste leisten könne.

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