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Annette Watermann-Krass ist seit 30 Jahren im Stadtrat – jetzt hört sie auf

Bewegte Zeiten in der Politik

Sendenhorst

Nach 30 Jahren engagierter Kommunalpolitik hört Annette Watermann-Krass auf, die 1989 für die SPD in den Rat der Stadt gewählt wurde. Die Diskussionen wurden damals emotionaler geführt als heute. Und es waren schwierige Themen zu beackern, die vom Haus Siekmann bis zur Unterbringung von Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien reichten.

Josef Thesing

Annette Watermann-Krass blickt auf drei Jahrzehnte Ratsarbeit zurück. Foto: Josef Thesing

Ja, das waren noch Zeiten, als sich CDU-Fraktionschef Heinrich Kuhrmann und sein SPD-Pendant Bernhard Daldrup im düsteren und abgewohnten Sitzungssaal unter dem Dach des Bürgerhauses ordentlich die Kante gaben. Und wenn dann noch FDP-Sprecher Wolfgang Opperbeck stimmgewaltig „auspackte“, trug das nicht unbedingt zur Versachlichung bei, hatte aber für die – zumeist wenigen – Zuhörer einen gewissen Unterhaltungswert. Nach der Sitzung gingen die drei Fraktionschefs mit anderen Ratsmitgliedern, die noch nicht nach Hause wollten, ein, oder auch zwei, Bier trinken – und alles war wieder gut.

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