1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Sendenhorst
  6. >
  7. Bindung ist der rote Faden

  8. >

Harald Blonski veröffentlicht neues Buch

Bindung ist der rote Faden

Sendenhorst/Alber...

Der Sendenhorster Gerontologe Harald Blonski hat ein neues Buch zum Thema „Bindung und Demenz“ herausgegeben. Für Menschen mit Demenz sei die Bindung an eine vertraute Person – eine Pflege- oder eine andere Bezugsperson – ganz besonders wichtig.

wn

Herausgeber Harald Blonski lässt den Erlös seines neuen Buches zum Thema „Bindung und Demenz“ der Tagespflege in Albersloh zugute kommen. Hausleiterin Annette Schwaack dankt ihm. Foto: St.-Josefs-Hausl

Bindung ist ein Thema, das die Menschen – mehr oder weniger intensiv und bewusst – über das gesamte Leben hinweg begleitet. Ob im Säuglings- und Kindesalter, in Form der Bindung an die Mutter, in der Jugend oder im Erwachsenenalter als Bindung an die „Peergroup“ sowie an einen Lebenspartner oder als älterer Mensch in Form des engen Zugehörigkeitsgefühls zu einer Glaubensgemeinschaft, sagt Harald Blonski. „Das Phänomen Bindung begleitet uns lebenslang und erlangt nahezu existenzielle Bedeutung für Menschen mit einer Demenz“, ist sich der Sendenhorster Gerontologe sicher, der sein mittlerweile 15. Buch zum Thema „Bindung und Demenz“ herausgegeben hat.

Harald Blonski

Für Menschen mit Demenz sei die Bindung an eine vertraute Person – eine Pflege- oder eine andere Bezugsperson – ganz besonders wichtig. Nicht nur um in Situationen der Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Ausweglosigkeit Beistand zu leisten, sondern auch und vor allem, um Schutz zu bieten und Trost zu spenden. Der damit aufgezeigten Wichtigkeit von Bindung werde auch in dem neuen „Expertenstandard Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege, DNQP) Rechnung getragen, der das Bindungsphänomen als eine wesentliche Ressource hervorhebe.

Hilfreiche Perspektiven aufzeigen

Mit seinem Buch will Harald Blonski professionell Pflegenden in der ambulanten sowie in der teil- und stationären Altenpflege, aber auch pflegenden Familienangehörigen, die in der häuslichen Umgebung demenziell erkrankte Angehörige pflegen, hilfreiche Perspektiven aufzeigen, heißt es im Bericht des Pflege- und Betreuungsnetzwerkes. Blonski hat auch dieses Mal eine Gruppe erfahrener Experten gewinnen können, die als Co-Autoren ihr Wissen und ihre Kenntnisse an Interessierte und Betroffene weitergeben.

Thematisiert wird unter anderem der Zusammenhang zwischen Bindung und Biografiearbeit, der Stellenwert von Bindung in der persönlichen Pflege, in der erlebnisorientierten Pflege sowie im Rahmen von tiergestützten Interventionen. Darüber hinaus zeigt ein Beitrag Verbindungslinien auf, die zwischen Spiritualität und Bindung bei Demenz entdeckt werden könnten.

Harald Blonski

„Neben allem anderen ist die Pflege von Menschen mit Demenz vor allem eines: Beziehungsgestaltung.“ Diese Erkenntnis stellt Blonski seinem neuen Buch voran. Es sei dem Herausgeber, der in Kürze mit gut 71 Jahren an der Universität Duisburg seine Doktorarbeit einreichen wird, eine Freude, die Autoren- und Herausgeberhonorare aus dem Verkauf des soeben erschienenen Buches der Tagespflege im St.-Josefs-Haus in Albersloh zugute kommen zu lassen, in Verbundenheit und Wertschätzung für die Arbeit, die dort für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf geleistet werde.

Startseite
ANZEIGE