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 „Europäische Mobilitätswoche“

Verkehrsversuch: Blühende Fahrbahnen in Albersloh

Albersloh

Im Rahmen der „Europäischen Mobilitätswoche“, die jährlich vom 16. bis zum 22. September stattfindet, soll es auch in Albersloh einen Verkehrsversuch geben. Unter dem Motto „Blühende Straßen“ gehöre die Straße am 19. September (Sonntag) dann der Fantasie kleiner und großer Malerinnen und Maler, verspricht Heinz Wenker.

Von Christiane Husmann

Sie sehen dem Verkehrsversuch gespannt entgegen (v.l.): Anne-Katrin Schulte, Annette Brandenfels, Kathrin Schran, Susanne Gausepohl, Vera Cassidy, Heinz Wenker, Patrick Melcher, Helga Pletz, Brigitte Denker, Thomas Tombrink und Ben Uhlenbrock Foto: Christiane Husmann

„Verkehrsversuche sind so eine Sache“, weiß Heinz Wenker, der sich mit einer kleinen Delegation der „Interessengemeinschaft Albersloh Verkehr(t)“ und des Sozialzentrums Fels auf den Weg ins Dorf gemacht hat, um sich dort mit Vertretern des „Zukunftsnetzes NRW Mobilität“ und der Stadt Sendenhorst mitten auf der Kirchstraße zu treffen. Im Rahmen der „Europäischen Mobilitätswoche“, die jährlich vom 16. bis zum 22. September stattfindet, soll es auch in Albersloh einen Verkehrsversuch geben.

Unter dem Motto „Blühende Straßen“ gehöre die Straße am 19. September (Sonntag) dann der Fantasie kleiner und großer Malerinnen und Maler, verspricht Heinz Wenker. Die Kirchstraße soll vom Sozialzentrum Fels bis zur Ecke Wolbecker Straße ganztätig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden. Um die Malenden herum können Tische, Bänke, Sofas und sonstige Dorfmöblierung aufgestellt werden. Ein Lastenrad-Parcours ist geplant, ebenso wie Riesen-Memorie, ein Wettbewerb im Fahrrad-langsam-Fahren und die bekannte Fruchtbörse. „Weitere Ideen werden noch gesammelt“, laden die Organisatoren zur Teilnahme ein. „Ab 11 Uhr kann besichtigt werden, wie ein sonst als ‚normal‘ empfundener Straßenraum auch mal ganz ‚anderswie‘ genutzt werden kann“, macht Heinz Wenker neugierig und regt an: „Infrage steht dann, wieso diese Verkehrsfläche vorzugsweise dazu wahrgenommen wird, dem motorisierten Verkehr zu dienen.“ Auch müsse hinterfragt werden: „Warum ist es das Ziel, den Kraftfahrzeugen möglichst reibungslos und schnell den Transit durch das Dorf zu ermöglichen? Und auch, wieso die schwächeren Verkehrsteilnehmer auf mitunter deutlich zu schmale Geh- und nicht vorhandene Radwege festgelegt sind?“. Das seien ein paar ernste Hintergrundfragen des Verkehrsversuches, die sicherlich genügend Diskussionsstoff böten.

Ein wenig Spaß soll aber auch mit im Spiel sein, wenn „als Bonbon“ zusätzlich schon am 18. September (Samstag) ab 19 Uhr die Fläche als „‚autofreier Dorfkern“ zur Verfügung steht. „Alle Beteiligten sind sich einig, dass man einen entspannten Abend mit der gesamten Familie im Dorfzentrum verbringen können soll“, lädt Heinz Wenker ein und ruft auf: „Unter dem Motto Straßenmusik und Pantomime werden Hobby- und Profimusiker, Gaukler und Schauspieler gesucht. Sie sind eingeladen, an allen Ecken und Kanten ein Ständchen oder andere Kostproben ihrer Künste zu bringen. Begleitend sollen gastronomische Angebote erfreuen.“

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