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Reaktivierung der WLE

Bürger fordern mehr Tempo bei Planungen

Sendenhorst/Albersloh

Die Bürger für aktive Kommunalpolitik (BfA) sorgen sich darum, ob die WLE-Strecke Münster-Sendenhorst wirklich bis 2025 wieder in Betrieb gehen kann. Sie haben nun einen Fragenkatalog aufgestellt. Eine Antwort wird schon bald erwartet.

Seit Jahren wird über Personenzüge auf der WLE-Trasse diskutiert. Bevor es soweit ist, müssen auch in Sendenhorst und Albersloh Haltepunkte geplant und gebaut werden. Foto: Burkhard Beyer

„Die Inbetriebnahme der WLE-Strecke bis Ende 2025“ fordern – wie berichtet – die IHK Nord-Westfalen sowie die Handwerkskammer Münster in ihrem neuen Positionspapier zur „Mobilität im Münsterland“. Zur kurzfristigen Umsetzung der Maßnahmen fordert die Wirtschaft auf Seite acht ihres Diskussionsbeitrages die „Benennung eines politisch legitimierten Projektbeauftragten aus der Region mit der Zielsetzung, die Interessen der Stadt Münster und des Münsterlandes gegenüber den übergeordneten Planungs- und Entscheidungsträgern mit Nachdruck zu vertreten.“

Das schildern die „Bürger für aktive Kommunalpolitik“ (BfA) in einer Pressemitteilung zum Thema.

„Wo bleibt dieser Nachdruck bei der Realisierung der WLE-Reaktivierung aus und in Sendenhorst?“, hätten sich BfA erneut in ihrer jüngsten Fraktionssitzung gefragt. Anfang Juni hatte die Fraktion in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses auf einen Artikel dieser Zeitung vom 28. Mai hingewiesen, in dem die „Ersten Entwürfe für fünf neue Haltepunkte“ entlang der WLE-Eisenbahntrasse von Münster-Hauptbahnhof bis Münster-Wolbeck vorgestellt worden waren.

In dem Bericht heißt es, dass die Stadtverwaltung Münster in der nächsten Ratssitzung die Planung und zum Bau der Haltepunkte Halle Münsterland, Loddenheide, Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck – mit Vorentwürfen und Visualisierungen – präsentiere werde. Und weiter: „Die Stadt Münster rechnet mit Baukosten (für die Haltepunkte) von insgesamt 4,6 Millionen Euro und hofft, 3,8 Millionen Euro an Fördermitteln einwerben zu können, sodass beim Haushalt der Stadt ‚nur‘ 800 000 Euro hängenbleiben würden.“

BfA hat einige Fragen an die Stadtverwaltung

In diesem Zusammenhang hatten die BfA in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die Stadtverwaltung um die Beantwortung einiger Fragen gebeten.

Dazu gehörten: Wie weit ist der Planungsstand in Albersloh und Sendenhorst? Wie werden die Haltepunkte in Albersloh und Sendenhorst gestaltet? Gibt es einen neuen Zwischenstand zur WLE in Sendenhorst? In welchem Stadium befinden sich die notwendigen Grundstückskäufe beziehungsweise die liegenschaftlichen Anliegen? Gibt es in diesem Zusammenhang eine Abstimmung beziehungsweise Kooperation mit der Stadt Münster, dem Kreis Warendorf und der WLE?

Die BfA hätten in diesem Zusammenhang auch den Bau eines Radweges entlang der Gleise von Sendenhorst bis Wolbeck angeregt, schreiben sie in ihrer Pressemitteilung. Sie wollen weiter wissen, ob es hierzu neue Informationen gebe. Sie fragen zudem, ob weiterhin von einer Reaktivierung der WLE bis zum Jahr 2025 ausgegangen werden könne.

Fragen sollen vor der Sommerpause beantwortet werden

Weitere Fragen im BfA-Katalog: Wie weit ist in diesem Zusammenhang die Planung in Sendenhorst zum möglichen Umzug der Feuerwehr gediehen? Befinden sich die Planungen für die Verknüpfung der Haltepunkte mit Buslinien beziehungsweise mit Gewerbe- und Industriegebieten und auch dem St.-Josef-Stift in Vorbereitung? Inwieweit wird das Mobilitätskonzept auf die Notwendigkeiten eingehen? Gibt es Planungen zu den Park- und Abstellplätzen an den Haltepunkten? Wie sind die Zufahrten geregelt?

Schließlich wollen die BfA wissen, wann die Planungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

„Die Bürgermeisterin sagte darauf in der Sitzung zu, dass die Verwaltung sich bemühen werde, die Fragen vor der Sommerpause im Rat am 23. Juni zu beantworten“, schreiben die BfA. „Wir können und dürfen nicht bis nach der Sommerpause warten. Die Zeit drängt. Spätestens nach der Veröffentlichung des Positionspapiers von IHK und Handwerkskammer ist es höchste Eisenbahn, dass auch die Stadt Sendenhorst umgehend ihre Planungen auf die Schiene setzt.Sonst ist der Zug abgefahren“, heißt es in der Pressemitteilung.

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