1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sendenhorst
  6. >
  7. Corona beherrscht die Kulturszene

  8. >

Mitgliederversammlung des Sendenhorster Fördervereins Haus Siekmann

Corona beherrscht die Kulturszene

Sendenhorst

Die Corona-Zeit hat den Kulturschaffenden mächtig zugesetzt. Das wurde auch in der Mitgliederversammlung des Fördervereins Haus Siekmann deutlich.

Martha Daldrup (l.) und Jürgen Krass verabschiedeten Annette Löckmann nach 20 Jahren aus dem Vorstand des Fördervereins. Foto: Förderverein

Nachdem die Mitgliederversammlung des Fördervereins Haus Siekmann im vergangenen Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, fand sie nun rückwirkend für die Jahre 2019 und 2020 statt. Durch die neuerlichen Kontaktbeschränkungen war auch dieses Treffen im Beisein von Bürgermeisterin Katrin Reuscher eines im kleinen Kreise, berichtet der Förderverein.

Mit einem Rückblick eröffnete Vorsitzender Jürgen Krass die Versammlung. Nachdem 2019 noch eine normale Spielzeit mit zwölf Veranstaltungen, darunter die Feiern zum 25-jährigen Bestehen, erfolgreich durchgeführt werden konnten, war die Spielzeit 2020 weitgehend der Pandemie zum Opfer gefallen. Von 15 geplanten und vertraglich vereinbarten Veranstaltungen konnten letztlich nur fünf durchgeführt werden, bevor es im November 2020 erneut in den Lockdown ging. „Besonders die Künstler litten darunter“, hob Jürgen Krass hervor, da die fest eingeplanten Gagen natürlich entfielen. „Aber wir haben das Beste daraus gemacht und sogar zwei Online-Konzerte angeboten, die hier von der Tenne gesendet wurden“, so Jürgen Krass.

Anbau und mehr Brandschutz

Eine ganz große Besonderheit gab es 2020 zu verzeichnen: Der lange geplante und gewünschte Multifunktionsraum am Haus Siekmann konnte – wie berichtet – nach langer Bauzeit eingeweiht werden. Neben ausreichend Lagerraum für Stühle, Tische und Equipment bietet er nun auch einen Backstage-Bereich für die Künstler. Darüber hinaus ermöglicht es die auf ganzer Breite zu öffnende Fensterfront nun auch, unkompliziert Gartenkonzerte zu veranstalten – was bei der kleinen Einweihungsfeier gleich bewiesen werden konnte, so der Förderverein.

Ebenso wurde den Anforderungen des Brandschutzes im gesamten Gebäude nachgekommen, zum Beispiel durch die Installation einer Rettungstreppe am Villenteil und weitere erforderliche Umbaumaßnahmen. Durch die Förderung wurden die Gesamtkosten zu 90 Prozent von Bund und Land übernommen.

Erzwungene Auszeit für Technikarbeiten genutzt

Die Lockdown-Zeit hätten auch die ehrenamtlichen „Techniker“ im Verein genutzt, die unter Federführung von Siggi Thier die gesamte Bühnenbeleuchtung auf moderne LED-Technik umgestellt, sowie die Tontechnik weiter verbessert haben. „Diese Investitionen wurden durch Eigenmittel des Fördervereins, durch Spenden und Mittel der Sparkassen-Kulturförderung finanziert“, so der Verein.

So konnte Kassierer Helmut Beckmann von einem ausgeglichenen Haushalt und solider Kassenführung berichten, so dass auch künftig „Kulturarbeit auf hohem Niveau“ möglich sei – auch durch den weiterhin gesicherten Zuschuss der Stadt.

Annette Löckmann verabschiedet

Nachdem die Kassenprüfer Franz-Josef Harig und Rolf Löckmann dem Kassierer eine bestens geführte Kasse bescheinigten, erfolgte die Entlastung des Vorstandes auf Antrag von Bernhard Daldrup einstimmig.

Auch die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder erfolgte einstimmig. Nach den Formalien gab es dann noch etwas Wehmut: Nach mehr als 22 Jahren im Vorstand des Fördervereins schied Annette Löckmann aus. Für ihr langjähriges Engagement bedankte sich der gesamte Verein mit einem Präsent und Blumen. „Auch wenn meine aktive Zeit im Vorstand nun vorbei ist, unterstütze ich den Verein im Notfall gerne auch weiterhin“: Für diese Bemerkung gab es viel Beifall. Mit dem ansonsten unveränderten Vorstand hofft der Verein auf baldige Normalisierung der Lage und damit auch wieder „auf spannende und unterhaltsame Veranstaltungen in einem vollen Haus“.

Startseite
ANZEIGE