1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sendenhorst
  6. >
  7. „Das hat uns echt gefehlt“

  8. >

Das ganze Dorf feiert mit der Schützenfestgemeinde

„Das hat uns echt gefehlt“

Albersloh

Nach vier Tagen Schützenfest ist es in den Straßen wieder ruhiger geworden. Der eine oder andere Schütze mag wohl noch in Essig liegen. Nicht schlimm. Er wird wissen warum. Der Kater geht, aber die Erinnerungen an ein in der Summe traumhaftes Schützenfest bleiben.

Von Christiane Husmann

König Mohamed „Mauki“ Lamhauch mit Königin Bianca Gemsa (Foto r.) und das neue Kinderkönigspaar mit Königin Sara Mergenthaler und Prinzgemahl Ben Luca Buchholz (unten l.) hatten ihren Spaß am bunten Treiben, das auch vor das St.-Josefs-Haus führte. Foto: Husmann

Nach vier Tagen Schützenfest ist es in den Straßen wieder ruhiger geworden. Die grün-weißen Wimpel hängen zwar noch, aber die Musik, die gefühlt durchgängig durch die Gassen klang, ist nicht mehr zu hören. Der eine oder andere Schütze mag wohl noch in Essig liegen. Nicht schlimm. Er wird wissen warum. Der Kater geht, aber die Erinnerungen an ein in der Summe traumhaftes Schützenfest bleiben.

Der Hofstaat der Bürgerschützen Albersloh 2022 Foto: Foto: Christiane Husmann

Erst Wecken, dann Messe, im Anschluss Proklamation, Kita-Besuch, wieder ins Zelt, Hofstaatfoto, und weiter geht’s: Der Festmarathon verlangte der Schützengesellschaft einiges ab. Aber nach drei Jahren Pause – kein Problem. So präsentierte sich am Montag auf der Wiemhove ein hübsch herausgeputzter Hofstaat, der vom Offizierskorps nebst Musikzügen abgeholt werden konnte. Eigentlich war geplant, auch den Pfarrer erst vorm Ludgerus-Haus zu treffen, doch der hatte Bewegungsdrang und war gleich vom Zelt aus mitmarschiert. Viele Schaulustige hatten sich auf der Wiemhove ein schattiges Plätzchen gesucht, von wo aus sie den traditionellen Fahnenschlag bewunderten. Davon begeistert, marschierten die meisten gleich mit zum St.-Josefs-Haus, wo dessen Bewohner und Kornelia Mackiewicz von der Hausleitung auf die Festgesellschaft warteten. „Ich komme gebürtig auch nicht von hier, finde es aber schön, hier zu leben“, meinte Kornelia Mackiewicz zu König Mohamed „Mauki“ Lamhauch, der dies nur bestätigen konnte. Natürlich gab’s Blumen und auch den traditionellen Tanz, der nicht nur von den Bewohnerinnen und Bewohnern beklatscht wurde – unter ihnen die älteste Dame des Hauses, die stolze 107 Lebensjahre zählt. Auf Edmund Ryll, ebenfalls Bewohner des Hauses, wartete eine Ehrung für 50 Jahre Vereinstreue.

Nächste Station: Festzelt. Dort wartete bereits der WDR auf die Akteure. Der für verschiedene Medien offenbar interessante Verein konnte in einer kurzen Sequenz präsentieren, wie in Albersloh gefeiert wird. „Wow, nächstes Jahr kommen wir wieder“, versprach WDR-Mitarbeiter Ede Wolff nach einer Kostprobe.

Und dann wurde es für die Schützengesellschaft auch schon wieder Zeit, sich erneut zu formieren. Diesmal für die Polonaise durchs Dorf. Aufgebrezelt und wahlweise auf High Heels nahmen die Damen ihre Herren an den Arm und marschierten durchs Dorf. „Wir ham nen König aus Marokko, und der kann’s“, sang der Hofstaat, der an den Straßenrändern bejubelt wurde. Besonders in der „Fankurve“, die sich mit bunten Fähnchen interkulturell präsentieren wollte – Feuerwerk inklusive. Einige La-Ola-Wellen später ging’s wieder zurück zum Zelt. Ob drinnen oder draußen – es herrschte ausgelassene Feststimmung, die von der Musik der Live-Band „Spaß“ gekonnt untermalt wurde. „Das hat uns echt gefehlt“, resümierte ein begeisterter Schützenfestfan beim Blick auf vier tolle Tage.

Startseite
ANZEIGE