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Schutzhütte und „Gummi“ am Wersewanderweg vermüllt und beschädigt

„Das muss doch nicht sein“

Albersloh

Die Schutzhütte mit Grillstation und ihre Nähe zum Wersestrand ist ein beliebter Treffpunkt in schöner Natur, der auch von vielen respektiert wird. Aber leider nicht von allen.

Von und

Sie ärgern sich, dass die Schutzhütte am Wersewanderweg immer wieder mit Müll verdreckt und beschädigt wird: Rainer Gottmann (l.) und Andreas Petersen. Foto: Christiane Husmann / privat

Bereits am Sonntagabend ging eine WhatsApp-Nachricht, gesendet von Michael Kathrein, ein: „Sowas muss einfach in die Presse. Das muss von Samstag auf Sonntag passiert sein. Unser schönes Wersehäuschen sieht mal wieder aus wie . . .“ Auf einem beigefügten Foto sind Flaschen, Essenreste, Verpackungsmüll und ein Einmalgrill zu sehen. Kein schöner Anblick, der bei vielen für Frust und bei anderen für noch mehr Arbeit sorgt.

Andreas Peters, Stadt Sendenhorst

Am Montagmorgen treffen sich Andreas Petersen als Mitarbeiter der Stadt Sendenhorst und Rainer Gottmann, Hausmeister der Ludgerusschule, an der Schutzhütte. „Montags schaue ich hier immer um die Pöste“, erzählt der Hausmeister. Dabei seien ihm gleich zwei Sachen ins Auge gefallen: „Am ,Gummi’ wurde der Zaun beschädigt und hier mal wieder die Hütte zugemüllt.“ Eigentlich sei es ja nicht seine Aufgabe, den Müll dort zu entsorgen – „aber das ist direkt in der Nachbarschaft zur Schule und sieht nun wirklich nicht schön aus“, so Rainer Gottmann, der sich auch bei der Stadt Sendenhorst gemeldet habe. Deshalb ist an diesem Vormittag auch Andreas Petersen vor Ort. „Es ist ja nicht ,nur‘ der Müll: Diese und andere Hütten oder die Aussichtspunkte an der Werse werden häufig beschädigt und mit Symbolen beschmiert“, die dann umgehend beseitigt würden, so der Mann von der Stadt.

Dabei zeigt er beispielgebend auf einen Stützpfeiler in der Wersehütte, der offensichtlich angesägt und somit mutwillig beschädigt wurde. „Das ist nicht nur ärgerlich und unsinnig, sondern kostet auch richtig viel Geld“, weiß Andreas Petersen aus leider schon oft gemachter Erfahrung.

„Niemand hat etwas dagegen, wenn sich die Leute hier treffen, meinetwegen auch was trinken und feiern – aber bitte, die sollen doch einfach ihren Müll wieder mitnehmen und nichts beschädigen“, appelliert Rainer Gottmann an diejenigen, die sinnlosen Vandalismus betreiben. „Das ist hier ein wirklich schöner Platz für alle. Es wäre doch schade, wenn der irgendwann nicht mehr zur Verfügung stünde“, sind sich die beiden Männer einig, die die Vandalen ihrerseits nicht verstehen können. „Ob die Frust schieben oder Langeweile haben: Ich weiß es nicht“, ist es dem Hausmeister ein Rätsel.

Die Schutzhütte mit Grillstation und ihrer Nähe zum Wersestrand sei ein beliebter Treffpunkt in schöner Natur, meinen die beiden Männer, die sich wünschten, dass das auch von allen respektiert wird.

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