Pfarrer Lübbers zur Segnung Homosexueller

Das Thema aktiv angehen

Albersloh

Aktuell zeigen viele Kirchengemeinden im wahrsten Sinne des Wortes Flagge. Sie hissen Regenbogen-Fahnen zum Zeichen des Protests. „Ich finde es selbstverständlich, dass auch homosexuelle Paare gesegnet werden dürfen“, teilt Pfarrer Clemens Lübbers mit. Das gesamte Seelsorgeteam sei dieser Ansicht.

Christiane Husmann

Pfarrer Clemens Lübbers möchte den „Synodalen Weg“ in den Fokus der Gemeinde rücken. Foto: Husmann

Aktuell zeigen viele Gemeinden im wahrsten Sinne des Wortes Flagge. Sie hissen Regenbogen-Fahnen zum Zeichen des Protests, nachdem der Vatikan „Nein“ gesagt hatte zu Segnungen homosexueller Paare. „Eine Flagge zu hissen und an einem eigens dafür bestimmten Tag, dem 10. Mai, in ganz Deutschland zu Segnungsgottesdiensten für homosexuelle Paare einzuladen, das ist mir zu politisierend“, erklärt Pfarrer Clemens Lübbers. Doch betont er gleichzeitig: „Ich finde es selbstverständlich, dass auch homosexuelle Paare gesegnet werden dürfen.“

Mit dieser Meinung steht der Pfarrer nicht alleine da. „Das gesamte Seelsorgeteam ist dieser Ansicht. Da gibt es nur in Detailfragen unterschiedliche Ansichten.“ Auch im Pfarreirat und Kirchenvorstand werde darüber diskutiert. „Wir wissen, dass Gott alle Menschen – unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität und ihren individuellen Lebensentwürfen – gleichermaßen liebt und ihnen seinen Segen zuspricht“, fasst der Pfarrer aus den Gesprächsrunden zusammen. „Wir haben im Übrigen den 10. Mai schon vorweggenommen, indem wir alle Liebenden zum Valentinstag am 14. Februar in die St.-Ludgerus-Kirche nach Albersloh zur ‚come and see‘-Messe eingeladen hatten“, ergänzt der leitende Pfarrer.

Vorträge und Impulse

Um sich dem genannten Thema und dem „Synodalen Weg“ zusammenfassend zu widmen und aufgrund der aktuellen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie, werde es unmittelbar nach den Sommerferien Vorträge und Impulse in Diskussionsrunden und Gottesdiensten geben. „Wir werden das Thema ‚Synodaler Weg‘ aktiv angehen und nicht unter den Tisch kehren“, erklärt Clemens Lübbers und hofft auf eine rege Beteiligung der Gemeindemitglieder und aller Interessierten.

Startseite