1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Sendenhorst
  6. >
  7. Drinnen mit, draußen ohne Maske

  8. >

Einschulung in Albersloh

Drinnen mit, draußen ohne Maske

Albersloh

In der Schule braucht es in Corona-Zeiten viele Regeln. Das machte Schulleiterin Annette Stüer bei der Einschulung der neuen Erstklässler deutlich, die wegen des Regens in der Wersaehalle stattfinden musste. Getrommelt wurde von den Mitschülern dabei auch.

Von Christiane Husmann

In der Wersehalle begrüßten die „alten Hasen“ die i-Männchen und deren Eltern mit tollen Vorstellungen: Hier die Klasse 3b mit dem Trommellied „Sali Bonani“. Foto: Christiane Husmann

„Regeln, Regeln, Regeln: Es tut mir Leid dass ich sie in Zukunft damit behelligen muss“, wandte sich Annette Stüer an die Eltern der neuen Erstklässler der Ludgerusschule. „Aber jetzt darf ich einmal ganz kurz die Maske runterziehen, damit ihr Kinder sehen könnt, wer sich dahinter verbirgt“, nutzte die Schulleiterin den großen Abstand, den das Platzangebot der Wersehalle möglich machte, um die i-Männchen herzlich zu ihrem ersten Schultag zu begrüßen.

Ein herzliches Willkommen

Dann – natürlich wieder mit Maske und Mikro – leitete die Schulleiterin launig durchs Begrüßungsprogramm: „Ich finde es total schön, euch begrüßen zu dürfen und möchte das jetzt auch tun: Herzlich willkommen, liebe Kinder, an der Ludgerusschule in Albersloh. Wir freuen uns alle auf euch.“ Und mit „alle“ meine sie nicht nur die Lehrerinnen, sondern auch die neuen Mitschüler, die den i-Männchen gleich zu Beginn zeigen wollten, dass man in der Schule nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch, sondern auch Singen, Tanzen und Theaterspielen lernen kann. „In den Wochen vor den Sommerferien haben die Kinder für euch noch einiges eingeübt“, machte die Schulleiterin auf die einzelnen Programmpunkte neugierig.

Begrüßung mit Trommeln

„Sali Bonani“ begrüßte die Klasse 3 b ihre neuen Mitschüler trommelnd. So sagt man in Simbabwe „Guten Morgen“. Farbenfroh überraschte die Klasse 3 a mit ihrem Mini-Monster-Tanz und die Klasse 4 b beeindruckte mit dem Sprechstück „Stifte, Bücher, Tonni“. Und abschließend präsentierten sich die Kinder der Klassen 2 a und 2 b cool mit dem Tinto-Rap.

44 neue Schülerinnen und Schüler

Es sind 44 Kinder, die an der Ludgerusschule neu starten. Auch, wenn am Einschulungstag selber nur 43 erschienen waren. „Bei einer Familie steht das Eigenheim leider noch nicht“, erklärte Annette Stüer die Umstände. Jede Klasse zählt damit trotzdem 22. Kinder. Die Klasse 1 a übernimmt Anke Paul und die Klasse 1 b Franziska Miehe, die neu an der Ludgerusschule ist.

Nach dem Begrüßungsfest, das bei regnerischem Wetter zum Glück drinnen stattfinden konnte, machten sich die Schulstarter mit ihren Lehrerinnen auf in die jeweiligen Klassenräume, um einen ersten Eindruck vom Schulleben zu bekommen. „Ich bin seit 1998 an dieser Schule und noch nie, wirklich noch nie hat es am Einschulungstag so geschüttet“, bedauerte Annette Stüer mit Blick auf den „Gummi“, auf dem die Eltern derweil eigentlich mit Getränken verwöhnt werden sollten. Doch auch dafür gab es eine Ausweichalternative – die benachbarte Turnhalle. Dabei berücksichtigten wieder alle die geltende Maskenverordnung: „Drinnen mit, draußen ohne.“

Hoffnung auf viel Präsenzunterricht

„Unser großer Wunsch ist es, dass wir möglichst viel und möglichst lange Präsenzunterricht bieten können“, zeigte sich Annette Stüer hoffnungsvoll und betonte: „So ein Schuljahr, wie das vorangegangene, braucht keiner.“

Mit dem Wunsch steht die Schulleiterin wohl nicht alleine da. Auf dem Schulhof spielten die Kinder indes unbeschwert, während die i-Männchen in ihren neuen Klassenräumen sitzen, um einen ersten Eindruck von dem zu bekommen, was sie wohl noch viele Jahre machen: „büffeln“. Aber das natürlich nicht am ersten Schultag.

Startseite