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Kranke Blutbuche auf dem Friedhof gefällt

Ein Wahrzeichen ist verschwunden

Sendenhorst

Auf dem Friedhof ist ein Wahrzeichen verschwunden. Die große, alte Blutbuche hinder dem Kreuz am Ende des Mittelgangs wurde gefällt. Nach Angaben der Kirchengemeinde war sie mit einem Schadpilz befallen, und die Stadtfestigkeit des Baumes war gefährdet.

Josef Thesing

Die vom Pilz befallene Blutbuche am Friedhofskreuz wurde gefällt. Foto: Josef Thesing

Manch einer rieb sich beim Besuch der Gräber verwundert die Augen. Vielleicht auch, weil die Erklärung, warum die stattliche Blutbuche, die ein Wahrzeichen des Friedhofs war, gefällt worden ist, nicht zu jedem durchgedrungen ist. „Da liegen jetzt ein paar Jahrhunderte Baumleben am Boden. Das muss man erst mal verdauen“, sagte ein Bürger, dem aufgefallen war, dass hinter dem markanten Kreuz am Ende des Mittelgangs etwas fehlt.

Die Kirchengemeinde hatte das Fällen der Buche angekündigt, nachdem der Kirchenvorstand – „vernünftig, allerdings auch schweren Herzens“, so Pfarrer Clemens Lübbers – die Beseitigung des Baums aus Sicherheitsgründen beschlossen hatte.

Die Buche auf dem Friedhof liegt zerkleinert am Boden. Foto: Josef Thesing

Denn der Baum war laut Gemeinde krank. „Die Blutbuche auf dem Friedhof am Westtor ist schon seit längerer Zeit von einem Schadpilz, dem Riesenporling, befallen. Dieser Pilz befällt bevorzugt die stammnahen Starkwurzeln, auf deren Unterseite das Holz abgebaut wird, so dass die Standsicherheit des Baumes gefährdet ist“, heißt es – wie berichtet – in der Erklärung der Gemeinde.

Erklärung der Kirchengemeinde

Der Befall der Blutbuche mit dem Pilz sei dem Kirchenvorstand bereits seit Oktober des vergangenen Jahres bekannt. Seitdem seien der Zustand und die Entwicklung des Baumes beobachtet worden. „Der durch den Pilzbefall einhergehende Vitalitätsverlust äußert sich in einer schütteren Krone und kann zu vermehrter Totholzbildung führen“, so die Gemeinde. Da die Sicherheit der Friedhofsbesucher oberste Priorität habe, habe sich der Kirchenvorstand nach unabhängigen Beratungen mit Fachfirmen nun dazu entschieden, die Blutbuche fällen zu lassen.

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