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Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentags im Sozialzentrum „Fels“

Erkämpfte Freiheiten brechen weg

Albersloh

In Afghanistan sehen sich insbesondere die Frauen mit der Rückkehr des Taliban-Regimes verschiedensten Repressalien ausgesetzt. „Erkämpfte Freiheiten brechen weg“, befürchten auch Frauen des Sozial-Zentrums, die anlässlich des „Internationalen Weltfrauentags“ am 8. März ein Zeichen der Solidarität setzen wollen.

„Uns ist der solidarische Gedanke wichtig“, sagen Helga Pletz, Malu Dulisch, Vera Cassidy, Christiane Sommer und Eva Rüschenschmidt, die zu einer Veranstaltung anlässlich des Internationalen Weltfrauentags ins SozialZetrum „Fels“ einladen. Foto: Christiane Husmann

In Afghanistan geht die Angst um. Insbesondere bei den Frauen, die sich mit Rückkehr des Taliban-Regimes verschiedensten Repressalien ausgesetzt sehen. „Erkämpfte Freiheiten brechen weg“, befürchten auch Frauen des Sozial-Zentrums, die anlässlich des „Internationalen Weltfrauentags“ am 8. März ein Zeichen der Solidarität setzen wollen.

Noch vor zwei Jahren hatte der Internationale Weltfrauentag vor dem ersten Lockdown mit einem Frühstück im Sozial-Zentrum stattfinden können. „Das war eine anregende Aktion mit Austausch zwischen Neubürgern und Alteingesessenen“, erinnern sich die Organisatorinnen der damaligen Veranstaltung und hoffen, „dass wir den Weltfrauentag wieder in Gemeinschaft begehen können.“ Beginnend mit zwei kurzen Filmbeiträgen soll der Abend thematisch eingeleitet werden. „Was bedeutet die schwindende Präsenz der internationalen Gemeinschaft für die noch junge Errungenschaft der Frauenrechte?“ In der patriarchalen Gesellschaft würden die bestehenden Rechte oftmals nicht eingehalten und Frauen immer wieder Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt.

„Sie haben alltäglich mit Unterdrückung zu kämpfen und werden behandelt wie Menschen zweiter Klasse“, zeigt sich Eva Rüschenschmidt entsetzt und nennt in diesem Zusammenhang auch Berufsverbote, Unterdrückung der Meinungsfreiheit und andere unhaltbare Zustände. „Es ist alles wieder zum Erliegen gekommen“, ist Helga Pletz enttäuscht.

Christiane Sommer hat zur Vorbereitung ein Buch mit dem Titel „Mutige Frauen aus Afghanistan“, mitgebracht, das anlässlich der Veranstaltung vorgestellt werden soll. Außerdem versuchen die Organisatorinnen, Referentinnen zu gewinnen, die sich versiert zum Thema äußern können.

„Wir hoffen, dass die Veranstaltung stattfinden kann“, sagen die Frauen, die auch ein Essen anbieten wollen. „Wir denken da an zwei verschiedene Eintöpfe“, stellen sie in Aussicht und laden zur Teilnahme am Weltfrauentag am 8. März um 19 Uhr ins Sozial-Zentrum ein.

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