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Solidaritätskundgebung vor dem Sendenhorster Rathaus

Gemeinsam für den Frieden

Sendenhorst/Albersloh

Vor dem Sendenhorster Rathaus kamen am Sonntagnachmittag einige Hundert Menschen zusammen, um ihre Solidarität für die Menschen in der Ukraine und den Frieden in Europa zu bekunden. Dabei wurde der vom russischen Präsidenten befohlene Überfall aufs Schärfste verurteilt.

Von Josef Thesing

Einige Hundert Menschen kamen zur Solidaritätskundgebung für die Menschen in der Ukraine und gegen Krieg in Europa auf dem Platz vor dem Rathaus zusammen. Die Botschaften waren dabei eindeutig. Foto: Josef Thesing

Angemeldet hatte Martina Bäcker von der Stadtverwaltung im Vorfeld 120 Teilnehmer – wohl wissend, dass es wahrscheinlich mehr werden könnten. „Ich bin beeindruckt, wie viele Menschen heute hierhin gekommen sind“, begrüßte Bürgermeisterin Katrin Reuscher am Sonntagnachmittag dann einige Hundert Sendenhorster und Albersloher mehr als die offiziell Angemeldeten vor dem Rathaus und auf dem angrenzenden Kirchplatz. Dorthin hatte die Stadt gemeinsam mit den Kirchengemeinden, den Ratsfraktionen und dem Verein „Woche der Brüderlichkeit“ zu einer Solidaritätskundgebung für die Menschen in der Ukraine und für Frieden in Europa aufgerufen.

Hunderte Menschen kamen vor dem Rathaus zusammen. Foto: Josef Thesing

Ob eine solche Veranstaltung den Menschen in der Ukraine etwas bringt, sei sie gefragt worden, erklärte die Bürgermeisterin. Ob das Putin vielleicht sogar beeindrucke? Sie sei überzeugt, sagte Katrin Reuscher, dass die weltweiten Proteste gegen Putins „barbarischer und völkerrechtswidriger Akt“ sehr wohl bei den Menschen in der Ukraine ankomme und ihnen „Kraft, Mut und Zuversicht“ gäben.

Stadt wird Geflüchteten Schutz und Obdach bieten

Viele Menschen seien zur Flucht gezwungen, und einige von denen, die alles zurücklassen müssten – darunter auch Angehörige –, würden auch in Sendenhorst ankommen. Die Stadt werde ihnen Schutz und Obdach bieten, wie die Bürger das auch bisher gemeinsam für andere Flüchtlinge geschafft hätten. Die Stadt werde das koordinieren – und einige Mitarbeiter der Verwaltung verteilten bei der Kundgebung vorbereitete Formulare und standen für Fragen und Angebote zur Verfügung.

Viele Menschen zeigten sich solidarisch. Foto: Josef Thesing

Friedenszeichen und die Farben von Europa sowie die der Ukraine prägten auf Fahnen, T-Shirts, Transparenten und Bannern das Bild. „Stoppt den Krieg gegen die Ukraine“ hatten die Martinus-Schützen auf ein Transparent in den Farben Blau und Gelb drucken lassen.

Die Sprecherinnen und Sprecher der im Rat der Stadt vertretenden Fraktionen verurteilten den vom russischen Präsidenten befohlenen Angriff auf das demokratische Nachbarland aufs Schärfste. „Bis vor Kurzem schien das das mitten in Europa undenkbar“, erklärte beispielsweise Christiane Seitz-Dahlkamp (SPD). Sebastian Sievers (CDU) forderte die russische Bevölkerung auf, sich gegen ihren Präsidenten zu stellen, um dem Grauen im Nachbarland ein Ende zu bereiten. „Das Ansehen Russlands in der Welt erleidet großen Schaden“, erklärte der Albersloher, der mit einer Gruppe nach Sendenhorst geradelt war. Ähnliche Worte der Kritik fanden auch andere.

Gebet der Vereinten Nationen

Die Kirchengemeinden beendeten die Veranstaltung mit dem „Gebet der Vereinten Nationen“ und dem Lied „Hevenu schalom alejchem“ – „Wir wünschen Frieden euch allen.“

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