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Generalversammlung der Landfrauen

Große Gemeinschaft in Albersloh und Rinkerode mit Einfluss

Albersloh/Rinkerode

Die Landfrauen sind kein Verband, der sich nur ums Kaffeekochen und Kuchenbacken kümmert. Sondern einer, der sich einmischt – und das auf allen politischen Ebenen. Das machten die Frauen in ihrer Mitgliederversammlung deutlich. Im Vorstand gibt es ein paar neue Mitstreiterinnen.

Von Christiane Husmann

Margret Möllmann (r.) hat Rosen für den Vorstand: Christa Budde, Britta Heitmann, Karin Hackenesch, Anne Thiemann, Anna Sievers, Beate Witte, Manuela Wiewer, Stephanie Lütke Wöstmann und Christa Richter (v.l. auf dem Foto fehlen Beate Bruns, Silke Surmann und Kirsten Stehmann). Foto: Christiane Husmann

„Der Landfrauenverein ist nicht nur ein Verein zum Kaffeekochen und Kuchenbacken“, machte Christa Budde deutlich. „Sondern er ist auch die Interessenvertretung einer sehr großen Gemeinschaft.“ Als eine der Teamsprecherinnen der Landfrauen aus Albersloh und Rinkerode machte sie deutlich: „Der Verband nutzt seinen Einfluss bis hin zur Bundespolitik, um Akzente für den ländlichen Raum zu setzen und sich zu relevanten aktuellen Themen zu positionieren.“

Dass der Landfrauenverband bundesweit aktuell 450 000 Mitglieder zählt, wusste Christa Budde anlässlich der Jahresversammlung ebenfalls zu berichten und benannte einige Kernanliegen der starken Gemeinschaft: „Förderung von Bildung- und Kulturarbeit im ländlichen Raum, um wertgeschätzte Lebensperspektiven hier aufrecht zu erhalten“ oder „die Landfrauen positionieren sich klar gegen Demokratiefeindlichkeit, Rechtsextremismus und Diskriminierung – im Verband wird das Miteinander gelebt und jede Form der Ausgrenzung abgelehnt.“

Männer als Ehrengäste

So wurden auch die einzelnen Männer begrüßt, die zu den Ehrengästen zählten. Ebenfalls erschienen war Bürgermeisterin Katrin Reuscher, die augenzwinkernd feststellte: „Komisch, dass der Tisch mit den Ehrengästen doch auffallend männlich besetzt ist.“ In einer kurzen Ansprache machte sie deutlich: „Ich fände es schön, wenn wir nicht über DIE Landwirtschaft oder DIE Verbraucher reden würden“, sondern man sich gemeinschaftlich den Herausforderungen der Zukunft stelle. Die Versammlung applaudierte zustimmend und nahm interessiert zur Kenntnis: „Wir sind zusammen mit weiteren acht Kommunen Teil einer neuen Leader-Region, in der es darum geht, den ländlichen Raum zu stärken – wenn sie Ideen oder Anliegen haben, scheuen sie sich nicht, sich zu melden.“

Gemeinsam etwas bewegen

Auch Margret Möllmann war als Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes der Einladung des Ortsverbandes gefolgt. „Trotz aller Sorgen und Unsicherheiten, die uns im Moment begleiten, ist es ganz wichtig, zuversichtlich zu bleiben – positiv nach vorne zu gehen“.

Mit einem launigen Rückblick erinnerte Beate Heimann an Veranstaltungen, die im vorangegangenen Vereinsjahr trotz Corona hatten stattfinden können: die Weihnachtswichtel-Aktion, die via Whats-App-Gruppe hatte funktionieren können, an ein Vier-Gänge-Menü, eine Modenschau mit Models aus den eigenen Reihen und andere Zusammenkünfte. Es war ihr letzter Rückblick, denn Beate Heimann scheidet gemeinsam mit Astrid Niehues und Sabine Nahrup aus dem Vorstandsteam aus. Mit viel Applaus und schönen Präsenten bedankten sich die Landfrauen bei den drei Frauen für ihre jahrelange engagierte Vorstandsarbeit.

Neue Mitstreiterinnen im Vorstand

Auch standen Neuwahlen an, die sich in der Folge ohne Gegenstimmen gänzlich unkompliziert gestalten sollten: Christa Richter, Stephanie Lütke Wöstmann und Manuela Wiewer wurden in den Vorstand (Rinkerode) wiedergewählt und werden vom erweiterten Vorstandsteam mit Silke Surmann, Kirsten Stehmann und Britta Heitmann unterstützt. Auch Christa Budde, Beate Witte und Karin Hackenesch wurden in ihren Vorstandsämtern (Albersloh) bestätigt. Ihnen stehen zukünftig Anne Tiemann, Anna Sievers und Beate Bruns zur Seite.

Extra aus Bonn angereist war Poetry-Slamer Jonas Dirker. Er präsentierte, wie man es schafft, nur mit Worten Bilder in die Köpfe der Menschen zu bringen. Als angehender Journalist wusste er kreativ zu formulieren und gewährte den Landfrauen einen spielerischen und durchaus unterhaltsamen Einblick in die Welt der gestaltenden Wörter.

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