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SPD-Frauen sprechen mit der Sendenhorster Bürgermeisterin

Große Hilfsbereitschaft in der Stadt

Sendenhorst

Die Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine fordert die Sendenhorster Stadtverwaltung derzeit sehr. Sie freut sich deshalb über die große Hilfsbereitschaft der Menschen in der Stadt. Das erklärte Bürgermeisterin Katrin Reuscher beim Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass.

Im Sendenhorster Rathaus tauschen sich Annette Watermann-Krass (r.) und Christiane Seitz-Dahlkamp mit Bürgermeisterin Katrin Reuscher (l) aus. Foto: SPD

Im Mittelpunkt des jährlichen Austausches zwischen der SPD- Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass und der Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Rat der Stadt, Christiane Seitz-Dahlkamp, mit Bürgermeisterin Katrin Reuscher stand die Unterbringung der Flüchtlinge aus der Ukraine. Die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger bei der Aufnahme ukrainischer Geflüchteter bewege die Bürgermeisterin sehr, heißt es im Bericht der SPD.

Darüber, dass es der Stadt gelungen ist, so kurzfristig bereits 54 Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen, sei Katrin Reuscher sehr erfreut. Der Bürgermeisterin sei klar, dass dies ohne die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger nicht möglich gewesen wäre. „Ich bin stolz auf die Sendenhorster und Albersloher“, erklärte sie. Die Stadt bereite sich auf die Aufnahme weiterer Kriegsflüchtlinge vor und wünsche sich von der schwarz-gelben Landesregierung Klarheit über die Dimension weiterer Aufnahmen sowie über finanzielle Unterstützung. „Hier können die Kommunen nicht allein gelassen werden“, mahnte sie.

Die Corona-Pandemie bleibt allgegenwärtig

Covid-19 rücke im Zuge des Kriegsgeschehens in der Ukraine in den Hintergrund, doch die Bürgermeisterin warnt: „Wir erleben in Sendenhorst gerade das dynamischste Infektionsgeschehen seit Beginn der Pandemie“. Schwere Verläufe seien aufgrund der Impfungen glücklicherweise selten, doch die krankheitsbedingten Ausfälle belasteten Wirtschaft und Verwaltung. Damit die Stadt handlungsfähig bleibt, gelte im Rathaus auch über das Ende der Beschränkungen hinaus die 3G-Regel.

Beim Thema „regenerative Energien“ in Sendenhorst seien sich die drei Frauen einig, dass es in Zukunft beim Ausbau schneller gehen muss. Die Windräder kämen in die Jahre, und der Bau neuer Anlagen verzögere sich. Auch in anderen Bereichen, vor allem in der Photovoltaik, gebe es immer noch viele ungenutzte Potenziale. Dass 40 Haushalte in Sendenhorst – wovon 22 berücksichtigt werden könnten – das kurzfristige Förderangebot des Kreises Warendorf für Solaranlagen auf privaten Dächern nutzen wollten, sehe Katrin Reuscher als positives Zeichen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger hinter dem Ausbau erneuerbarer Energien stünden.

Klima- und Gewässerschutz

Außerdem wurde noch über die Bewerbung Sendenhorsts und acht anderer Kommunen aus dem Kreis Warendorf für die „Leader“-Förderung der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raums gesprochen. „Als Umweltpolitikerin habe ich mich immer für dieses Programm stark gemacht und schon viele Projekte im Land kennengelernt. Mich würde es sehr freuen, wenn wir diesmal auch dabei sind“, so Annette Watermann-Krass.

Auf der Projektliste stehe unter anderem der Gewässerschutz im Bereich des Ahrenhorster Baches. Sollte der Kreis Warendorf den Zuschlag bekommen, könnten ab Januar 2023 Fördergelder für Projekte fließen.

Dass der ländliche Raum beim Thema Mobilität nicht abgehängt werden dürfe, liegt Annette Watermann-Krass am Herzen. Neben dem Ausbau von Velorouten sei die Reaktivierung der WLE-Strecke für die Stadt das wohl wichtigste Mobilitätsprojekt. Dass dieses Vorhaben zuletzt stockte und die Inbetriebnahme immer wieder nach hinten verschoben wird, sei schlecht für die Anbindung Sendenhorsts an Münster. Darüber, dass hier neuer Schwung entstehen müsse, seien sich alle einig, so die SPD.

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