Impfbeginn bei Veka in Sendenhorst

Großer Schritt in die Normalität

Sendenhorst

Bei Veka in Sendenhorst haben die Impfungen der Mitarbeiter gegen Covid-19 begonnen. Allerdings ist zum Start der Aktion nur ein Teil der bestellten Dosen geliefert worden. Dennoch ist das Angebot ein großer Schritt zurück in die Normalität.

Von Anke Weiland

Die PTAs bereiten im Hintergrund den Impfstoff auf. Foto: Anke Weiland

Erleichterung mischt sich mit einem gewissen Respekt an diesem Mittwochnachmittag bei Veka. Nachdem seit Montag auch alle Betriebsärzte impfen dürfen, hat auch Veka nun losgelegt. Pünktlich sind am Vormittag die angekündigten Impfdosen von Biontech/Pfizer eingetroffen. „Leider nur 102 statt der bestellten 342“, erzählt Barbara Oermann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Eine Woche im Vorhinein habe bereits festgestanden, dass die bestellte Menge nicht geliefert wird. Daraufhin mussten die Termine der zwei folgenden Tage abgesagt und einiges umorganisiert werden. Das habe sich aufgrund der Abstimmung mit den Schichtplänen der Mitarbeiter gar nicht so einfach gestaltetet, berichtet Personalvorstand Elke Hartleif. Auch Betriebsarzt Dr. Michael Bornemann, der mit seinem Kollegen Dr. Christian Dexer und zwei Pharmazeutisch-​technischen Assistentinnen die Impfungen im Betrieb durchführt, betont den erheblichen logistischen Aufwand der Aktion.

Mitarbeiter haben die Impfungen organisiert

Fünf Veka-Mitarbeiter haben sich innerhalb kürzester Zeit um die Organisation des betrieblichen Impfangebots gekümmert, haben im Vorfeld das Interesse abgefragt, über die Vorgesetzten die Termine für Erst- und Zweitimpfung abgestimmt und eine kleine „Impfstraße“ bei Veka aufgebaut. Mit der Bestätigung des Impftermins haben die Mitarbeiter dann direkt die Anamnese- und Aufklärungsbogen bekommen, damit die eigentliche Impfung nicht mehr so lange dauert.

Personalvorstand Elke Hartleif

In Fünf-Minuten-Schritten geht es nun voran: Zunächst werden an der Anmeldung Impfpass und Unterlagen kontrolliert und die Temperatur gemessen. Sogar an neue Impfpässe hat das Orga-Team gedacht, falls der alte nicht mehr aufzufinden oder gar voll ist. „Das ist alles gut durchdacht worden“, findet Elke Hartleif.

Dann geht es weiter zu einem der Ärzte, die ein Anamnesegespräch und eine kurze Aufklärung durchführen, bevor die ersehnte Spritze gesetzt wird. Abschließend wird die erforderliche Ruhezeit im Mitarbeiter-Foyer verbracht. Gleichzeitig arbeiten die PTAs im Hintergrund und ziehen mit Präzision und größter Vorsicht die Spritzen mit dem Serum auf. Das ist echte Maßarbeit, denn eine geübte Kraft kann aus dem kleinen Fläschchen ganze sieben Impfdosen ziehen, weiß Bornemann.

Knapp die Hälfte der Mitarbeiter haben sich angemeldet

Knapp die Hälfte der insgesamt 1400 Mitarbeiter habe sich schlussendlich zur Impfung angemeldet, hat Dr. Michael Bornemann den Überblick: „Einige sind bereits geimpft worden, andere hatten leider doch Bedenken.“ Doch die meisten Mitarbeiter begrüßen das Angebot des Betriebs. So auch Melanie Traven. Die Personalerin ist sich sehr bewusst, dass sie sonst noch eine ganze Weile auf ihre Impfung hätte warten müssen: „Ich habe keine Vorerkrankungen und bin in keiner Priorität.“ Daher schätzt sie die Möglichkeit über den Arbeitgeber sehr. Durch den Wunsch der Mitarbeiter sei das Angebot ja überhaupt zustande gekommen, erklärt Elke Hartleif. „Wir arbeiten schon beim Hygienekonzept eng mit dem Betriebsrat zusammen.“

Nun müssen die Organisatoren abwarten, wie viele Impfdosen in der nächsten Woche kommen. „Die Leute wünschen sich das, um auch mal wieder ohne Bedenken und große Beschränkungen in den Urlaub fahren zu können.“ So sei die Urlaubsliste entsprechend lang. „Und wir haben natürlich auch ein eigenes großes Interesse, dass unsere Mitarbeiter geschützt sind.“ Und letztlich könne damit künftig vielleicht auch wieder ein wenig Normalität in den Arbeitsalltag einziehen.

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