Sendenhorster Initiative gegen Ausbau zur fünfzügigen Schule sammelt Unterschriften

Grundschul-Kinder nicht überfordern

Sendenhorst

Zwei kleinere Grundschulen statt einer ganz großen in Sendenhorst: Für dieses Ziel kämpft die eigens dafür gegründete Initiative „Grundschule neu denken“. Ab sofort liegen in den Kindergärten, in Geschäften und Arztpraxen Unterschriftenlisten aus, auf denen sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Sendenhorst eintragen können.

pm

Die Kardinal-von Galen-Grundschule steuert stramm auf durchgehende Fünfzügigkeit zu. Schon um den aktuellen Platzbedarf zu gewährleisten, wird derzeit ein Anbau vorbereitet. Die Initiative „Grundschule neu denken“, möchte, dass künftig Kinder in zwei kleineren Schulen unterrichtet werden. Foto: dpa

Zwei kleinere Grundschulen statt einer ganz großen in Sendenhorst: Für dieses Ziel kämpft die eigens dafür gegründete Initiative „Grundschule neu denken“. Ab sofort liegen in den Kindergärten, in Geschäften und Arztpraxen Unterschriftenlisten aus, auf denen sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Sendenhorst eintragen können, die dieses Anliegen unterstützen wollen.

Aufgerüttelt wurden die Eltern, Anwohner und Interessierten durch Pläne, die Kardinal-von-Galen-Grundschule für eine reguläre Fünfzügigkeit auszubauen. „Deutschlandweit beträgt die durchschnittliche Größe von Grundschulen 180 Kinder, mit bis zu 500 Kindern wäre die Schule in Sendenhorst künftig dann fast drei Mal so groß“, kritisieren die Mitglieder der Initiative.

Schule ist schon jetzt viel zu groß.

Sendenhorst wächst, die Nähe zu Münster macht die Stadt für Familien attraktiv, und es werden immer neue Baugebiete ausgewiesen. Schon jetzt ist die Schule doppelt so groß wie im Bundesdurchschnitt, durch weitere Baumaßnahmen wird die Bewegungsfläche auf dem Pausenhof weiter beschnitten. „Viele Kinder, die aus einer behüteten Kindergartenwelt in diese große Schule kommen, versetzt schon die jetzige Größe in Stress“, wie Dr. Mechthild Bonse, Familienärztin in Sendenhorst, aus ihrer Praxis zu berichten weiß: Auch sie unterstützt die Forderungen.

Die meisten der betroffenen Eltern seien über einen erneuten Ausbau der bestehenden Grundschule und die künftige Größe der Grundschule nicht im Bilde, sind sich die Mitglieder der Initiative sicher: Insofern geht es dem Team im Moment darum, ein öffentliches Bewusstsein für die Pläne zu schaffen und zu erfahren, wie die Meinung der künftig betroffenen Familien dazu ist. Wer an der Arbeit der Initiative interessiert ist und sich einbringen will, ist eingeladen das zu tun und sich unter der E-Mail-Adresse grund schule-neu-denken@ gmx.de zu melden.

Um einen Überblick über die Unterstützung aus der Bevölkerung zu bekommen, wäre eine Teilnahme an der Unterschriftenaktion sehr wichtig, teilt die Initiative, in der sich unter anderem Björn Michel, Jutta Kalbhenn, Gerd Bröcker, Tanja Große Kogge und Dirk Köhler gemeinsam für das Anliegen stark machen wollen, engagieren.

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