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Ideen für den Hof Schmetkamp

„Grüner Wasserstoff“ zum Heizen

Sendenhorst

Das Gelände des Hofes Schmetkamp am Schützen- und Bürgerwald soll dauerhaft zu einem „Lernort für Umweltbildung“ werden, an dem die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Natur und dem Klimaschutz im Mittelpunkt steht. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.

Josef Thesing

Für den Hof Schmetkamp gibt es die Idee eines „Lernortes für Umweltbildung“. Foto: Josef Thesing

Die Pläne klingen hochtrabend. Ob und wann sie aber umgesetzt werden können, das muss sich zeigen. Das Gelände des städtischen Hofes Schmetkamp am Schützen- und Bürgerwald soll dauerhaft zu einem „Lernort für Umweltbildung“ werden, an dem die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Natur und dem Klimaschutz im Mittelpunkt steht.

Das ist das Ziel, aber der Weg dahin ist lang. Immerhin, so der städtische Klimaschutzmanager Dr. Johannes Hofmeister im Gespräch mit der Redaktion, sei die Stadt schon mal losgegangen. Die Bewerbung für das Landesförderprogramm „Wir bewegen was!“ sei bei den Kollegen in Arbeit, sagt Hofmeister. Eine mögliche Förderung beinhaltet die fachliche Begleitung für die Erarbeitung eines Konzeptes.

Schule soll aber nur ein Baustein des geplanten „Lernortes“ sein, der nicht nur die derzeit wenig komfortable alte Scheune, sondern auch das Außengelände umfassen soll. Jeder soll dort lernen können, sagt Hofmeister. Zum Beispiel viel darüber, wie ein energieautarkes Gebäude funktioniert, denn ein solches soll die Scheune werden. „Dabei spielen erneuerbare Energien eine große Rolle“, erklärt Hofmeister.

Gedacht sei zum Beispiel an sogenannten „grünen Wasserstoff“, wenn es solche Systeme gibt, die funktionieren. Schüler und auch andere Interessierte sollen lernen und erleben, wie das mit dem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien für Heizung und Strom funktioniert – und möglicherweise auch Anregungen für das eigene Haus mitnehmen können.

Viele offene Fragen

Das Projekt steht aber noch ganz am Anfang. „Bislang ist es eine Idee, die entwickelt werden muss“, weiß auch Hofmeister. Was ein solchen Vorhaben kostet? Das ist ebenso offen wie die Frage, wie das Umfeld mit dem Garten entwickelt werden soll. Doch das Ziel scheint klar: „Es geht darum, Treibhausgase einzusparen“, so Hofmeister. Rein theoretisch könne auch darüber nachgedacht werden, ob der „grüne Strom“ später ins Netz eingespeist werden kann. „Doch auch dafür muss natürlich die Infrastruktur geschaffen werden, die es noch nicht gibt“, sagt Hofmeister. Im Laufe des Jahren sollen erste Antworten auf einige der Fragen gefunden werden.

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