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Eine Woche Shopping mit Termin

Handel dankt treuen Kunden

Sendenhorst

„Termin-Shopping“ nennt sich das, was seit Anfang dieser Woche im stationären Einzelhandel möglich ist. Die Inhaber freuen sich darüber, wieder Menschen in ihren Läden zu sehen – und sie danken der Stammkundschaft für die Treue während des Lockdowns.

Josef Thesing

Lena Voges freut sich hinder der Glasscheibe an ihrer Kasse, dass jetzt zumindest Einkaufen mit Termin wieder möglich ist. Foto: Josef Thesing

Es klingelt am Seiteneingang. „Hast du ein Verlängerungskabel?“, fragt eine Kundin vor der Tür. „Drei oder fünf Meter?“, will Lena Voges wissen. Wenige Augenblicke später sind beide Seiten zufrieden.

Die Geschäftsinhaberin ist „sehr dankbar“, dass die Stammkunden während des Lockdowns bei der Stange geblieben sind, auch wenn dies nur per Telefon und Abholung mit Abstand oder durch den Lieferservice möglich war. „Die Stammkunden haben uns allen geholfen, zu überleben“, spricht Lena Voges auch für andere Inhaber in der Stadt.

Edith Wiedehage

Seit Anfang der Woche ist das Einkaufen wieder etwas einfacher geworden. Nach Anmeldung darf eine sehr begrenzte Zahl von Kunden in die Läden. „Termin-Shopping“ nennt sich das. „Das wurde Zeit, und jetzt war aus meiner Sicht der späteste Zeitpunkt“, erklärt Edith Wiedehage vom gleichnamigen Schuhgeschäft. Vor allem für die Kinder, die nun mit Beginn des Frühlings neue – und größere – Schuhe brauchen. „Ohne Messen geht das nicht“, weiß die Fachfrau – und berichtet, dass auch die Kunden froh sind, dass sie Schuhe wieder anprobieren können. „Schön, dass ihr wieder da seid“: Über eine solche Aussage freut sich die Sendenhorsterin natürlich. „Ich bin eigentlich ganz positiv gestimmt.“

Kontaktdaten mit der „Luca“-App

Edith Wiedehage nutzt die „Luca“-App für die Kontakt-Ermittlung. Das funktioniere gut und sei praktisch, ist sie überzeugt.

Auch bei Lena Voges hängt – wie bei anderen Einzelhändlern in der Stadt auch – der QR-Code neben dem Eingang. „Ich hoffe, dass noch mehr Leute die App herunterladen“, sagt sie. Doch da nicht alle über ein aktuelles Smartphone verfügten, gibt es bei ihr auch noch die traditionelle „Zettelwirtschaft“ für eine mögliche Nachverfolgung von Kontakten.

Lena Voges

Treue Kunden: Die sind für alle Geschäfte in der Stadt wichtig, sagt Lena Voges, die zudem Sprecherin des Gewerbevereins ist. Denn auch wenn viele im Eigentum wirtschaften würden, liefen die laufenden Kosten für den Betrieb ja weiter. Und: „Die Ware fürs Frühjahr ist ja eingekauft“, erklärt sie. Bei ihr sind das zum Beispiel Gartenmöbel. Und da sei es wichtig, dass die Kunden nun wenigstens Probesitzen können – auch wenn, wie die Geschäftsfrau errechnet hat, immer nur zwei gleichzeitig im Laden bedient werden könnten. Immerhin: Das sei besser und für alle Beteiligten angenehmer, als per Telefon zu bestellen und dann an der Tür abzuholen oder eben zu liefern. Einen Kaffeevollautomaten beispielsweise kaufe niemand an der Tür. Dazu brauche es die Beratung „und ein bisschen Zeit und Ruhe“ im Geschäft.

Von ihren Kolleginnen und Kollegen in der Stadt, mit denen sie im ständigen Austausch stand und steht, weiß Lena Voges, dass diese erleichtert sind über die Möglichkeit des „Termin-Shoppings“ – und dass das in der Stadt gut angelaufen sei. „Ich sehe das höchst positiv“, meint auch Doris Schmidt vom Geschäft „lebensecht“ – und hofft auf mehr Kunden.

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