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Winterfest lockt Albersloher Schützengemeinde in geschmückte Werkstatthalle

Horrido zwischen Hebebühnen

Sendenhorst

Der Vorstand der Bürgerschützen hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, um dem Winterfest wieder einen würdigen Rahmen zu verleihen. Dort, wo sonst Autos inspiziert und repariert werden, feierten die Mitglieder des Schützenvereins nebst Begleitung ein rauschendes Fest.

Von Christiane Husmann

Mit König „Mauki“ in der Mitte wurde feste gefeiert.Von Foto: Christiane Husmann

Es musste schon nach Details Ausschau gehalten werden, um realisieren zu können, dass man sich in einer Werkstatthalle befand. Der Vorstand der Bürgerschützen hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, um dem Winterfest wieder einen würdigen Rahmen zu verleihen. Dort, wo sonst Autos inspiziert und repariert werden, feierten die Mitglieder des Schützenvereins nebst Begleitung ein rauschendes Fest.

Die Säulen der festmontierten Hebebühnen waren mit dunkelgrünem Samt umkleidet und Wimpel durch die Halle gespannt worden. Statt Neonlicht schmeichelten bunte Partyleuchten und setzten die Halle des „Autohauses Breul“ in Szene. „Respekt“ und „echt schön“, hörte man aus Reihen der Festgäste, die es sich in der gut beheizten Halle im schicken Zwirn gemütlich machten.

Nicht feiern, war keine Alternative

„Es ist 19.58 Uhr und hier ist Albersloh – heute, nach drei Jahren Pause, melde ich mich wieder vom Winterfest“, begrüßte Udo Borgmann die Festgesellschaft, zu der auch Ehrengäste wie Pfarrer Clemens Lübbers, Pater Babu und Bürgermeisterin Katrin Reuscher zählten. „Aber fast hätte auch das diesjährige Winterfest nicht stattfinden können“, erinnerte der Vorsitzende daran, dass die Wersehalle seit November für Geflüchtete aus vorgehalten werde. „Dass dies Priorität hat, dafür haben wir natürlich volles Verständnis“, so Borgmann der ergänzend einräumte: „Aber einfach nicht zu feiern, war für uns vom Vorstand keine Alternative, denn solche Feste sind wichtig für den Verein, die Gemeinschaft und für die Liebe – es sollen sich ja schon viele Paare auf den Albersloher Festen gefunden haben.“

Vom werkseigenen „Balkon“ aus lobte der Vorsitzende: „Wie bekannt, hat sich unser Vorstandskollege Markus Uhlenbrock bereit erklärt, seine neue Halle zur Verfügung zu stellen, und dafür, lieber Markus, gebührt dir unser Dank und ein dreifaches Horrido.“ Das sollte in der Folge des Abends noch häufig geschmettert werden. Insbesondere als Ehrerbietung für die amtierenden Majestäten mit Schützenkönig Mohamed „Mauki“ Lamhauch, Königin Bianca Gemsar, Coronakönig Sebastian Sievers, Hampelmannkönig Sebastian Oehl und Kinderschützenkönigin Sara Mergenthaler mit Kinderschützenkönig Ben Luca Buchholz.

Nicht nur optisch, sondern auch akustisch stimmte der Rahmen. Björn van Andel war mit seiner beeindruckend ausgestatteten elektronischen Orgel angereist und heizte den Festgästen mächtig ein.

KG-Dreigestirn besucht Schützen

Das war wohl auch dem amtierenden Dreigestirn der Karnevalsgesellschaft „Schön wär’s …“ nicht entgangen, die mit Gefolge die Halle stürmte, um Orden zu verleihen. Natürlich waren sie in Begleitung der hofeigenen Tanzmariechen gekommen, deren durchaus athletische Einlage mit viel Applaus belohnt wurde. Genau wie der spätere Auftritt der Fahnengarde, die es sich mit grün-weißen Puscheln nicht nehmen lassen wollten, ihrem König und Stadionsprecher der GWA „Mauki“ die gebührende Ehrerbietung zukommen zu lassen.

Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert. Darüber, ob die Bürgermeisterin, die am Rande einräumte: „Ich habe mir vorgenommen, den Nachtbus um 1.30 Uhr zu nehmen“, es pünktlich zur Bushaltestelle schaffte, kann an dieser Stelle keine gesicherte Auskunft gegeben werden.

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