1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sendenhorst
  6. >
  7. Internationale Radtour für mentale Gesundheit

  8. >

VEKA unterstützt Projekt

Internationale Radtour für mentale Gesundheit

Sendenhorst

83.000 Kilometer wollen sie insgesamt zurücklegen. Gestartet ist die Tour, an der auch der Sendenhorster VEKA-Mitarbeiter Stefan Kordel teilnahm, im spanischen Burgos. Das Sendenhorster Unternehmen unterstützt das Projekt, bei dem die mentale Gesundheit im Mittelpunkt steht.

Am Montag traf die Radler in Sendenhorst ein, die sich an der Foto: VEKA

Die Teilnehmer einer von VEKA gesponserten Radtour sind jetzt in Sendenhorst angekommen. Insgesamt 83.000 Kilometer wollen die Fahrer und Fahrerinnen und deren zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer zurücklegen und damit mehr Aufmerksamkeit für mentale Gesundheit erzeugen. Die Tour war am 10. September am spanischen VEKA-Standort in Burgos gestartet, hatte am französischen Standort in Thonon-les-Bains einen Zwischenstopp eingelegt und erreichte am Montag Sendenhorst.

Körperlich und mental fit

Eine solche Strecke mit dem Rad zu fahren – das kann man nur, wenn man körperlich fit ist, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Die mentale Gesundheit ist für das Wohlbefinden aber mindestens genauso wichtig wie die körperliche. Darum ist es auch so wichtig, dass wir über das Thema offen sprechen“, sagte VEKA-Mitarbeiter Stefan Kordel. Der passionierte Rennradfahrer aus Sendenhorst ist als einer der Teilnehmenden der Tour gerade von Spanien bis nach Sendenhorst gefahren.

Die Radtour ist Teil einer großangelegten Kampagne, mit der VEKA über das Thema mentale Gesundheit aufklären will, teilt das Unternehmen weiter mit. Angestoßen habe die Aktion ein Kunde. John Hewitt, ein englischer Fensterhersteller, hat 2018 seine Tochter Kelly durch Selbstmord verloren. Daraufhin hat er die Stiftung „Kelly’s Heroes“ gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über Suizidprävention und Depressionen aufzuklären und Hilfe anzubieten. Spektakuläre Radtouren sind ein Weg, den die Organisation nutzt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die aktuelle Tour von Spanien nach Sendenhorst und eine zweite Tour quer durch die USA werden von VEKA als Hauptsponsor unterstützt. Ergänzt wird die Radtour durch eine Spendenaktion unter veka.betterplace.org. Der Erlös soll dazu beitragen, Menschen in Krisensituationen zu unterstützen und Öffentlichkeit für das Thema Suizidprävention zu schaffen.

Thema der Gesundheitswoche

Ein weiterer Bestandteil der Kampagne ist die Gesundheitswoche bei VEKA, die sich diesmal der mentalen Gesundheit widmet. „Das Thema ist oft noch ein Tabu“, erklärte Stefan Kordel, für den die Tour die Gelegenheit bot, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. „Wenn man es anspricht, erzählen viele von ihren eigenen Erfahrungen. Allein das wirkt befreiend. Und Gespräche sind eben auch der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung, etwa von Depressionen.“

Alle Teilnehmenden der Radtour haben die von ihnen gefahrene Strecke gemessen. Über die Website Ultrabritain kann auch jeder mitmachen und durch Radeln, Laufen oder Wandern einige Kilometer zum Gesamtergebnis beitragen. Insgesamt sollen so 83.000 Kilometer zurückgelegt werden – genug, um zwei Mal die Welt zu umrunden. Damit werde an die Botschaft der Organisation „Ask twice“ angeknüpft, die aufruft, ein zweites Mal nachzufragen, um psychische Probleme zu erkennen.

Startseite
ANZEIGE