Projekt „Sprungbrett“

Langer Atem zahlt sich aus

Sendenhorst

Vor zehn Jahren ist das Projekt „Sprungbrett“ ins Leben gerufen worden. Es soll schon den Jüngsten in der Gesellschaft eine psychomotorische Förderung ermöglichen, wenn diese gebraucht wird. Der Trägerverein „FIZ“ nutzte nun die Chance, allen Unterstützern der vergangenen Jahre zu danken.

Josef Thesing

Vertreter der Vereine FIZ und Beweggründe sowie der Stadtverwaltung kamen auf dem neu gestalteten Vorplatz am Forum Schleiten zusammen, um auf zehn Jahre „Sprungbrett“ zurückzublicken. Foto: Josef Thesing

Die Arbeiter sind gerade gegangen, der Vorplatz ist neu gestaltet und nahezu fertig. Und so ist es der richtige Zeitpunkt, dass sich eine ganze Reihe von Menschen aus Sendenhorst und Albersloh coronakonform und in gebührendem Abstand kurz vor dem Forum Schleiten trifft.

Grund ist das „Sprungbrett“, ein wichtiges Angebot des Vereins „FIZ – Lokales Bündnis für Familien“, das offiziell seinen zehnten Geburtstag feiert. Vorsitzende Eva Rüschenschmidt will das Treffen deshalb nutzen, den vielen Unterstützern in beiden Ortsteilen Danke zu sagen, weil das „Sprungbrett“ ein wichtiges Angebot für Eltern und Kinder sei, das inzwischen eine gute Akzeptanz erfahre und Familien in beiden Ortsteilen stärke.

Die Finanzierung, die nicht immer einfach gewesen ist, werde heute in beiden Ortsteilen als Gemeinschaftsaufgabe gesehen, die auch funktioniere. Zur Unterstützung der Aufgabe, mit deren Umsetzung der Verein „Beweggründe“ beauftragt ist, trügen unter anderem die Familienzentren, die Bürgerstiftung, die Stadt Sendenhorst mit Verwaltung und – fraktionsübergreifend – die Politik und der Deutsch-Ausländische Freundeskreis bei. „Das ist nicht selbstverständlich, sondern beeindruckend“, so die Vorsitzende. Dass die Stadt das Angebot finanziell mitträgt, gebe „Sicherheit und Perspektive“.

„Sprung in die Nachhaltigkeit“

Ähnlich sieht das Bürgermeisterin Katrin Reuscher. Nachdem die „gute Initiative“ als Projekt gestartet sei und zu Beginn – unter anderem von der „Aktion Mensch“ – gefördert worden war, sei der „Sprung in die Nachhaltigkeit“ gelungen. Die Arbeit sei „gut und sinnvoll“ und habe „einen langen Atem bewiesen“. Das sei in den Köpfen der betroffenen Familien angekommen, meinte auch Dr. Mechthild Bonse. „Die helfen“, sei heute immer wieder zu hören.

Das Projekt

Das Programm „Sprungbrett“ wird vom Verein FIZ in Kooperation mit dem Verein Beweggründe und mit Unterstützung der Stadt Sendenhorst angeboten. Ziel ist es, Kindern mit besonderem Förderbedarf und aus Familien mit sozialen Schwierigkeiten schon früh spezielle psychomotorische Förderangebote zu machen. Um das zu erreichen, werden auch die örtlichen Kitas und Vorschulangebote sowie die Eltern einbezogen. Das Projekt wird in erster Linie über Spenden finanziert. Auch deshalb hat es in der Vergangenheit immer wieder Unsicherheit bezüglich des Fortbestands des Projektes gegeben. -ne-

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