1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sendenhorst
  6. >
  7. Lernen, sein Pferd zu verstehen

  8. >

Mark Langley stellt das „Natural Horsemanship“ vor

Lernen, sein Pferd zu verstehen

Albersloh

Auf dem Hof der Familie Hoffmeister-Höfener trafen sich zahlreiche Pferdefreunde, um am Workshop „Natural Horsemanship“ teilzunehmen. Zu Gast war Mark Langley. Der „Pferdeflüsterer“ kommt aus Australien und möchte vermitteln, wie eine harmonische Verständigung zwischen Pferd und Reiter funktionieren kann.

Christiane Husmann

Der Australier Mark Langley ist bei Pauline (Mi.) und Johanna Höfener zu Gast. Pferd Charly scheint sich dank der Methode „Natural Horsemanship“ von ihnen verstanden. Foto: Christiane Husmann

Nur gut, dass Pauline Höfener sehr gut Englisch spricht. So kann sie mühelos übersetzten, was Mark Langley zu den vielen Pferdefreunden sagt, die am Workshop „Natural Horsemanship“ teilnehmen. Der „Pferdeflüsterer“ kommt aus Australien und möchte vermitteln, wie eine harmonische Verständigung zwischen Pferd und Reiter funktionieren kann.

Auf dem Hof der Familie Hoffmeister-Höfener trudeln immer mehr Pferdefreunde ein, die sich auf der kleinen Zuschauertribüne an der Weide einen Platz sichern. Neben den etwa 40 Teilnehmern haben sieben Reiter ihre Pferde mitgebracht. „Mehr als sieben sollten es nicht sein“, erklärt Pauline Höfener. So habe der Zuschauer einen besseren Überblick. Und um den geht es bei dem Workshop, den Pauline Höfener und ihre Schwester Johanna organisiert haben.

Nach der Theorie die Praxis: Der „Pferdeflüsterer“ gab nicht nur theoretische Tipps, sondern ließ Reiter und Pferd bei praktischen Übungen auch über die Wiese traben. Foto: Christiane Husmann

Wer sich fragt, was den Australier Mark Langley ausgerechnet mit Albersloh verbindet, muss wissen, dass Pauline Höfener im Zuge ihrer Ausbildung zur Pferdetrainerin und Bereiterin – wie berichtet – mehrere Monate auf einer Farm in Australien gearbeitet hat. Dort lernte sie Langley kennen, der sich seit mittlerweile 15 Jahren mit dem „Natural Horsemanship“ befasst. Bei seiner Arbeit setzt er sich mit den natürlichen Verhaltensweisen von Pferden auseinander, um sie einerseits besser zu verstehen und ihnen andererseits beim Lernen helfen zu können. Zu seinem Beruf gehört das Einreiten von wilden aber auch domestizierten Pferden.

Pauline Höfener ist von der Methode „Natural Horsemanship“ überzeugt. „Es geht darum, dass man sein Pferd liest“, erklärt die Albersloherin. „Was braucht mein Pferd, um glücklich zu sein?“ sei eine der zentralen Fragen beim „Natural Horsemanship“. Kein Hokuspokus, sondern eine Methode, die von jedem erlernt werden könne. „Wenn man denkt wie ein Pferd, klappt die Kommunikation zwischen Reiter und Pferd“, erklärt die Bereiterin. „Pferde sind Folgetiere, die nach einem Alphatier suchen. Sie wollen Sicherheit und Grenzen“, hat Pauline während ihrer Ausbildung gelernt und möchte dieses Wissen weitervermitteln.

Zahlreiche Pferdefreunde vorfolgten die Veranstaltung. Foto: Christiane Husmann

Auf der Wiese begrüßt Mark Langley inzwischen seine Zuschauer: „Ich schätze, ihr seid alle hier, weil ihr Pferde mögt.“ Das Interesse, mit dem die Workshop-Teilnehmer den Erklärungen des „Pferdeflüsterers“ folgen, scheint die Einschätzung zu bestätigen. „Ihr müsst wissen, dass ihr nur auf einem glücklichen Pferd wirklich sicher seid“, lautet eine von vielen Erklärungen, mit denen sich der Australier dem aus Team Ross und Reiter nähert. Natürlich geht es nicht nur theoretisch zur Sache. Den Anweisungen Mark Langleys folgend, nehmen die Reiter ihre Pferde ans lockere Seil und traben neben ihnen über die Wiese. Viele andere Übungen werden praktiziert und sollen zeigen, dass nicht nur die Folgetiere, sondern auch die Pferdehalter lernwillig sind.

Einige Stunden dauert der Workshop. In den Pausen genießen die Teilnehmer bei einem Imbiss Fachgespräche, während die Pferde sich das Weidegras schmecken lassen. Dann wird weitergelernt. Erst am späten Nachmittag verabschieden sich Pferdeflüsterer Mark Langley und Pauline Höfener von den „Pferdefreunden“, die viele Erkenntnisse über „Natural Horsemanship“ mit nach Hause nahmen.

Startseite
ANZEIGE