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St.-Elisabeth-Stift

Letzte Hilfe hat viele Facetten - Kursus vermittelt Wissen über Palliativversorgung

Sendenhorst

Was ist eigentlich die Letzte Hilfe? In der Tagespflege des St.-Elisabeth-Stifts zeigten Anke Witte und Nicole Grosse in einem Kursangebot, wie man Sterbenden zur Seite stehen kann.

Von und

Palliativmedizin und wie man mit Sterbenden umgeht, das lernten die Teilnehmerinnen im Rahmen der von der „Heinrich und Rita Laumann-Stiftung“ angebotenem „Letzte Hilfe“-Kurses in der Tagespflege St. Elisabeth durch die Referentinnen Anke Witte (l) und Nicole Grosse (3.v.l.) in Sendenhorst. Foto: St.-Elisabeth-Stift

Erste Hilfe kennt jeder. Doch was ist die Letzte Hilfe? In der Tagespflege des St.-Elisabeth-Stifts zeigten Anke Witte und Nicole Grosse in einem Kursangebot, wie man Sterbenden zur Seite stehen kann.

Ob Angehörige, Freunde, Lebenspartner oder -partnerinnen: Die Beweggründe der 15 Teilnehmerinnen, den Kursus zu besuchen, waren vielseitig, heißt es in einem Bericht des Elisabeth-Stiftes. „Wie gehe ich damit um, wenn jemand nicht will“, eine Frage, die viele vor Ort beschäftigte. Die beiden examinierten Krankenpflegerinnen und Fachkräfte für Palliative Care gaben in ihrem Vortrag als Expertinnen für die Pflege in der letzten Lebensphase Antworten verschiedenen Fragen.

Den Menschen mit all seinen Sorgen sehen

Palliativmedizin – viele kennen sie, damit auseinander setzen wollen sich aber die wenigsten. Das griechische Wort „pallium“ steht für Mantel, beziehungsweise Ummanteln, erläuterte Nicole Grosse. „Genau das wollen wir. Wir wollen den Menschen umfassend sehen mit all seinen Sorgen und Bedürfnissen und ihn nicht nur auf seine Erkrankung reduzieren“, erklärte sie.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand insbesondere die Normalität des Sterbens. Anke Grosse verdeutlichte: „Palliativversorgung geht jeden etwas an.“ Doch Sterben als Teil des Lebens, „das ist leicht gesagt“, stellte sie ebenfalls fest.

In insgesamt vier Modulen vermittelten die Referentinnen Wissenswertes rund um die Thematik. Sterben als Teil des Lebens, Vorsorgen und Entscheiden, Leiden lindern und Abschied nehmen seien die vier Säulen der Letzten Hilfe, erfuhren die Teilnehmerinnen.

Sterbeprozess

Doch wann beginnt eigentlich der Sterbeprozess? Körperlich, psychisch, sozial, existenziell und spirituell – in einem Sterbenden geht viel vor in seinen letzten Stunden. Wer den Sterbeprozess besser versteht, der kann mit seinem Wissen auch „Letzte Hilfe“ leisten. Um den Anwesenden diese letzte Phase zu verdeutlichen, zeigten die Referentinnen unter anderem einen eindrucksvollen Film. Der Beitrag zeigte die biologischen Abläufe des Körpers vor dem Verscheiden.

Außer den Vorträgen hatten die Teilnehmerinnen auch die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen. Der Austausch über die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten, die die Thematik mit sich brachte, sorgte für interessante Unterhaltungen.

Das Angebot fand in Zusammenarbeit mit der Seniorenberatung der „Heinrich und Rita Laumann-Stiftung“ statt. „Wir sind sehr zufrieden, dass das Angebot von so vielen Interessierten angenommen wurde“, freute sich Angelika Reimers von der Seniorenberatung abschließend.

Weitere Angebote der „Heinrich und Rita Laumann-Stiftung gibt es online unter: https://www.laumann-stiftung.de.

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