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Sternsinger in Albersloh

„Man weiß, wo das Geld hingeht“

Albersloh

Längst nicht alle Kinder leben glücklich und in Wohlstand. Weshalb sich auch in Albersloh und Sendenhorst die Sternsinger auf den Weg machten, um Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Im Ludgerusdorf nahmen 31 junge Könige an der Aktion teil.

Von Christiane Husmann

Die Sternsinger aus Albersloh  Foto: Christiane Husmann

„Es haben sich in diesem Jahr genügend Kinder gefunden, die als Sternsinger losziehen wollen“, freut sich Fabian Wessel. Er gehört zum Organisationsteam, das gerade 31 ambitionierte Jungen und Mädchen auf den Weg geschickt hat, auch den Alberslohern den Segen zu bringen. Nach zwei Jahren Pause sind alle hoch motiviert.

„Judith hat das viele Jahre gemacht“, spricht Fabian Wessel über Judith Seebröker, die die Leitung des Orga-Teams der Sternsinger in Albersloh in andere Hände gelegt hat. Schon früh hatte sie Fabian Wessel und Jens Bruland unter ihre Fittiche genommen, die inzwischen den „Job“ routiniert erledigen. Unterstützt werden sie dabei von zwei „Neuen“: Sandra Leppelmann und Anna Nosthoff. „Mit Kindern etwas für Kinder tun“, nennen sie ihren Motivationsgrund, sich zu engagieren. „Und man weiß, dass das gespendete Geld auch dort ankommt, wo es gebraucht wird“, erzählt Fabian Wessel, der sich davon erst im vorigen November hatte überzeugen können. „Ich war drei Wochen in Brasilien“, berichtet er von einer Reise, die von der Katholischen Landjugendbewegung des Bistums Münster organisiert worden war. „Da habe ich natürlich einen Eindruck davon bekommen können, wie den Kindern geholfen wird.“ Außerdem sei ihm bewusst geworden, in welchem Wohlstand man in Deutschland leben dürfe.

Doch es sind wohl nicht alle, die hier in Wohlstand leben. Deshalb geht auch ein Teil der in Albersloh gesammelten Süßigkeiten an Obdachlose in Münster. Der Sendenhorster Gemeindeteil lässt seinerseits der Tafel das zukommen, was die Sternsinger selbst nicht essen. „Die Süßigkeiten werden sortiert – Sachen, wie After Eight, Mon Cherie oder Zartbitterschokolade sind für die Kinder nichts“, weiß Jens Bruland, der gerade erst die letzte Sternsingergruppe mit Kreide, Aufklebern und Sammelbüchse aus dem Ludgerus-Haus - „Sternsingerhauptquartier, Hadquater“ - auf den Weg geschickt hat. „In diesem Jahr müssen wir nicht auf Erwachsene zurückgreifen“, blicken die Organisatoren zufrieden auf viele Neuzugänge. „Und das, obwohl Albersloh wächst“, freuen sie sich über Jungen und Mädchen, die sich auf den Weg machen, weil sie anderen Kindern helfen wollen.

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