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Anbau ans Gerätehaus im Dorfkern

Mehr Platz für die Wehr in Albersloh

Albersloh

Mehr Platz und mehr Sicherheit für die Albersloher Feuerwehr: Das Gerätehaus im Dorfkern erhält im kommenden Jahr einen Anbau. Die Entwurfsplanung liegt nun vor. Die geschätzten Kosten liegen bei 654.000 Euro. Die Stadt hofft auf eine Förderung.

Von Josef Thesing

Foto: dpa

Die Feuerwehr an der Bergstraße braucht mehr Platz, und die Sicherheit der Wehrleute im Gebäude und auf dem Gelände muss verbessert werden. Wie berichtet, soll deshalb im kommenden Jahr im Anschluss an das bestehende Gebäude ein Anbau entstehen. Nun liegt der Vorentwurf vor, den das beauftragte Architekturbüro „htarchitektur“ von Henriette Thiemann in Abstimmung mit der Verwaltung und der Freiwilligen Feuerwehr Albersloh erstellt hat. Am Donnerstagabend wird er der Politik im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt.

Kosten betragen 654.000 Euro

Die geschätzten Kosten liegen bei 654.000 Euro. Die Stadtverwaltung hat eine Förderung aus dem Förderprogramm „Dorferneuerung 2022 und Sonderaufruf Feuerwehrhäuser in Dörfern 2022“ beantragt. Der Zuschuss könnte 250.000 Euro betragen. Die restlichen 404.000 Euro gingen zu Lasten des städtischen Haushaltes, dem der Rat der Stadt Mitte Dezember noch zustimmen muss.

Brandschutz ist maßgeblich

Maßgeblich für den Anbau sind bauliche Mängel, die im Brandschutzbedarfsplan, gewissermaßen das Gesetz für den Brandschutz, festgehalten sind. „Sie stellen im Einsatzfall Unfallschwerpunkte für die Einsatzkräfte dar und wirken sich negativ auf den Einsatzablauf aus“, heißt es in der Vorlage für die Sitzung. „Insbesondere die engen Platzverhältnisse und Umkleidemöglichkeiten für die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus sollen durch eine ausreichend große Erweiterung entzerrt und verbessert werden“, erklärt die Verwaltung. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften der Unfallversicherung – „Sicherheit im Feuerwehrhaus“ – müssten im Sozialbereich mindestens 1,20 Quadratmeter pro Person vorgesehen werden, damit im Einsatzfall ausreichend Platz vor den Spindschränken vorhanden sei. Derzeit seien in Albersloh 60 Feuerwehrleute plus 15 aus dem Bereich der Jugendfeuerwehr aktiv.

Stadt kauft Grundstück

Die benötigten 90 Quadratmeter Nettogrundfläche können in einem Anbau nur in westlicher Richtung in Verlängerung des vorhandenen Sozialbereiches realisiert werden. Deshalb muss die Stadt 200 Quadratmeter von einer Nachbarin kaufen. Der Vertrag sei bereits notariell abgeschlossen werden.

Der Anbau ist ein eingeschossiges, flaches Gebäude mit Gründach und hat eine Bruttogrundfläche von 137 Quadratmetern. Untergebracht wird dort nur der Umkleidebereich für 75 Einsatzkräfte.

Anbau ohne Zufahrt

Etwas schwierig ist die Umsetzung des Vorhabens. „Alle logistischen Abläufe müssen durch die bestehende Fahrzeughalle geplant werden, da es keine Zuwegung zum Grundstück über öffentliche Straßen oder private Anliegerzufahrten gibt“, so die Verwaltung. Entweder müsse das Baumaterial durch die Halle transportiert werden, oder vormontierte Fertigbauteile – womöglich aus Holz – müssten über das Dach des Feuerwehrhauses gehoben werden.

Bei der Kostenschätzung sind die Beteiligten wegen der Marktentwicklungen der vergangenen Monate vorsichtig. „Aufgrund der besonderen logistischen Herausforderung, der derzeitigen Holzwirtschaft, der Auslastung vieler Unternehmen, sowie deutlicher Materialpreissteigerungen insbesondere für Holzprodukte, Kunststoffe, Metall und Dämmstoffe sind die Kosten im Vergleich zu den Jahren vor 2020 deutlich höher“, so die Verwaltung.

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