Antonie Krapf ist neue Pastoralreferentin

Mit einem Lächeln zum neuen Job

Sendenhorst/Drens...

Antonie Krapf ist seit wenigen Tagen neue Pastoralreferentin in der Kirchengemeinde St. Martinus und Ludgerus. Die Drensteinfurterin freut sich sehr auf diese Aufgabe, für die sie drei Jahre ausgebildet wurde. Auch bisher hat sie bereits viele Verbindungen nach Sendenhorst und Albersloh.

Josef Thesing

Antonie Krapf ist seit wenigen Tagen neue Pastoralreferentin in der Kirchengemeinde St. Martinus und Ludgerus. Foto: Josef Thesing

Sie lächelt, und das nicht nur fürs Foto. Das ist allemal ein gutes Zeichen für einen Neuanfang. Und den hat Antonie Krapf gerade in Arbeit. Die 32-Jährige ist seit wenigen Tagen neue Pastoralreferentin in der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus und Ludgerus.

Antonie Krapf

Gerade hat die Drensteinfurterin ihre Ausbildung in Werne beendet. Und da stellte sich die Frage: Wohin soll es gehen? Im Rahmen der sogenannten Beauftragung hätte die Personalabteilung des Bistums sie in viele Gemeinden „zwischen der Nordsee und der Lippe“ schicken können, erzählt Antonie Krapf in der Redaktion.

Doch die Stelle in Sendenhorst und Albersloh war kurzfristig wieder frei geworden, und ihr Mann arbeitet am KvG in Hiltrup. Bis zur neuen Arbeitsstätte sollte es also besser nicht so weit sein. Beides passte gut zusammen. Und so wurde es zur ihrer großen Freude ein neuer Job in einem Teil ihrer „Heimat“. „Das war reiner Zufall – oder auch glückliche Fügung“, meint die junge Frau.

Zunächst als Lehrerin gearbeitet

Dass sie nun Pastoralreferentin in Festanstellung ist, ist allerdings kein Zufall. Sie hat Theologie und Pädagogik auf Lehramt studiert und auch als Lehrerin gearbeitet. Doch die „ständigen Experimente“ im Schulsystem hätten dazu geführt, dass sie „keine Lust mehr“ auf diesen Beruf gehabt habe.

Irgendwann einmal hat sie ein Praktikum in Nienberge gemacht, um zu erfahren, ob Pastoralassistentin – so heißt das in der Ausbildung – etwas für sie sein könnte. Den Gedanken hat sie dann aber erst einmal wieder verworfen, um dann doch zu ihrer Idee zurückzukehren. „Ich habe viele Interviews mit Pastoralreferentinnen geführt, um zu erfahren, was die eigentlich wirklich machen“, blickt Antonie Krapf zurück. Eines der längsten sei vor längerer Zeit das Gespräch mit Tanja Tiedeken gewesen, die Schulseelsorgerin an der Realschule St. Martin ist. „Es ist interessant, dass wir jetzt Kollegen sind“, freut sich die Neue.

Auch Pia Reich ist Pastoralreferentin

Auch die gebürtige Sendenhorsterin Pia Reich ist jetzt Pastoralreferentin. Anfang August hat sie ihren pastoralen Dienst in der Pfarrei Sankt Mauritz in Münster aufgenommen. Eigentlich wollte die 33-Jährige Jura studieren. „Das hatte ich schon während der Schulzeit für mich klar“, erinnert sie sich. Aber dann wählte sie katholische Religion als mündliches Abiturfach, heißt es im Bericht des Bistums Münster. In Münster hat sie deshalb Theologie studiert. Bleibende Eindrücke haben bei ihr die Firmfahrten ihrer Heimatpfarrei St. Martinus und Ludgerus nach Frankreich hinterlassen, die sie mehrmals begleitet hat.

Zurück zur „Heimat“: Ihre Familie stammt aus Albersloh. Ihre Mutter wohnt immer noch dort. „Ich habe die Sommerferien früher immer in Albersloh verbracht.“ Weihnachtsfeste hat sie bereits in beiden Kirchen ihrer neuen Gemeinde gefeiert, erzählt Antonie Krapf. „Meine Schwester hat hier geheiratet.“ Wenn sie zur Friseurin muss, fahre sie nach Albersloh. „Und unsere Hochzeitsbilder haben wir im Fotostudio Gassner in Sendenhorst machen lassen.“ Die halbe Verwandtschaft wohne in der Region.

Antonie Krapf

Im Moment lernt Antonie Krapf die Gremien und die Akteure in der Gemeinde kennen. Dass sie zur Theologie und jetzt zur Gemeindearbeit gekommen ist, habe viel mit der Prägung durch die Familie zu tun. „Wir sind eine gläubige Familie. Meine Mutter hat Theologie studiert, meine Schwester auch“, erzählt sie.

Der Gemeinde wird Antonie Krapf am Wochenende 15. und 16. August vorgestellt. Sie wird predigen, und dann gibt es Gelegenheit zum Austausch – wenn Corona das zulässt.

Arbeit mit Kindern steht im Mittelpunkt

Ihren Schwerpunkt sieht sie in der Arbeit mit Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren. Selbst ist das Ehepaar ohne Kinder. „Ich muss sehen, wie in Corona-Zeiten die Projekte fortgeführt werden können, die Eva Maria Jansen aufgebaut hat“, ist auch in diesem Bereich derzeit vieles im Ungewissen.

Ihre Hobbys sind Lesen, Malen und Gartenarbeit. Radfahren könnte hinzukommen, sagt sie.

Und dann gibt es da noch ein ganz besonderes „Projekt“: ihre Promotion, die wegen der Ausbildung für drei Jahre unterbrochen werden musste, erklärt die Drensteinfurterin. „Ich muss jetzt erstmal sehen, ob mein Doktorvater noch mit mir weitermachen kann und will.“

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